Körperliche Entgiftung

Körperliche Entgiftung

Den Begriff Entgiftung hat wohl jeder schon einmal gehört – dann jedoch wahrscheinlich im Zusammenhang mit vorherigem Alkohol- oder auch Drogenmissbrauch.

Doch auch im viel weniger extremen alltäglichen Bereich – und in jedem von uns – finden ständig Entgiftungsprozesse im Körper statt.

Und dies muss auch so sein!

 

Wer die Informationen über den Säure-Basen-Haushalt bereits gelesen hat, der wird wahrscheinlich gerade gedanklich genickt haben.

Ich möchte nachfolgend eine laienverständliche Darstellung liefern, die das Entgiftungssystem unseres Körpers grob erläutert:

 

Der Weg in und durch unseren Körper:

Jedes Mal wenn wir eine Substanz zu uns nehmen, gelangt diese unweigerlich in unseren Blutstrom.

Hierbei ist es vollkommen egal, um was für einen Stoff es sich handelt – ALLES gelangt letztendlich ins Blut und damit in unseren gesamten Organismus.

Die verschiedenen Substanzen können sowohl bewusst aufgenommen werden (z.B. Ernährung, Alkoholkonsum, Rauchen, Drogen, etc.) oder eben unbewusst (schadstoffbelastetes Wasser und Luft, unzählige chemische Zusatzstoffe in den Lebens- und Nahrungsmitteln, Medikamenten, Kosmetik, etc.).

Der Übertritt dieser Stoffe in unser Blut geschieht hauptsächlich über die Mund- und Darmschleimhäute (Ernährung), die Nasenschleimhäute, die Lungen (Rauchen, Luft, Abgase, Reinigungsmittelgase, andere giftige Dämpfe, etc.) und die Haut (jegliche Cremes, Sprays, Deos, Duschlotionen, Körperschmuck, Verschmutzungen jeglicher Art, etc.).

Unser Körper hat glücklicherweise von Natur aus ein unglaublich komplexes Entgiftungssystem mitbekommen. Die Hauptzentrale von diesem ist die Leber. Durch sie muss JEDER Stoff, der sich im Blut befindet hindurch. Dort angekommen, ist es die Aufgabe der Leber, die verschiedenen Giftstoffe zu filtern und abzuarbeiten.

Diesen Prozess der Toxin-Umwandlung nennt man Biotransformation.

Der Vorgang der Biotransformation kann in unterschiedlichen Geweben vonstattengehen, aufgrund ihrer Entgiftungs-Enzymdichte ist jedoch ganz besonders die Leber für diese Vorgänge ausgerichtet.

Die giftigen Toxin-Moleküle (aus Stoffwechselendprodukten, vermehrt gewissen Nahrungsmitteln oder Umweltgiftstoffen) sind vorerst meist lipophil (fettliebend), sodass sie nicht einfach mit dem Urin oder dem Stuhl entsorgt werden können. Dies ist jedoch dringend notwendig, da ein Übermaß an Giftstoffen im Körper jegliche empfindliche Stoffwechselvorgänge und Körperfunktionen beeinträchtigen und zu weitreichenden Erkrankungen (bis hin zum Tod) führen könnte.

Um den Abtransport der unliebsamen Gift-Moleküle nun also zu gewährleisten, müssen ganz spezielle bio-chemische Vorgänge stattfinden:

Die Leber-Entgiftung wird dabei in die so genannte Phase 1 (Umwandlungs-Reaktion) und die Phase 2 (Konjugations-Reaktion) eingeteilt.

Grob vereinfacht werden den unlöslichen Toxin-Molekülen in der Phase 1 gewisse chemisch geartete Substanzen (funktionelle Gruppen) zugefügt.

In der Phase 2 der Entgiftung werden diesen funktionellen Gruppen wiederum gewisse wasserlösliche Moleküle angelagert (konjugiert) und diese Komplexe nun von der Leber zur Ausscheidung über die Nieren und den Urin oder die Gallenblase und den Stuhl verteilt.

Vereinfacht kann also behauptet werden, dass viele gefährliche, giftige Stoffe aus unserem Stoffwechsel oder aus unserer Umwelt von unserer Leber entschärft und nachfolgend zum Abtransport umgewandelt werden.

Laufen die hochkomplexen Vorgänge der Entgiftungsphasen 1 und 2 nun reibungslos ab, so ist man in der Lage, problemlos relativ viele Umwelt- und Stoffwechselgiftstoffe eliminieren zu können.

Sobald allerdings Ungereimtheiten in diesen Abläufen auftauchen, Entgiftungsleistungen negativ beeinträchtigt, verlangsamt oder gewisse Entgiftungs-Enzyme nur vermindert oder gar nicht gebildet werden, so kann es schnell passieren, dass der sichere Abtransport ins Stocken gerät und sich nachteilig wirkende Giftstoffbelastungen im Organismus anhäufen.

 

Neben der genetischen Veranlagung dieser Entgiftungssysteme sind der Lebensstil – und vor allem die Ernährung – ganz ausschlaggebende Faktoren wenn es darum geht, wie gut der einzelne Mensch überhaupt entgiften kann.

Wir sind also nicht gänzlich hilflos unserem Schicksal ausgeliefert, sondern können sehr deutlich mit unserer Lebensführung Einfluss auf unsere Gesundheit – und die grundlegende Entgiftung – nehmen.

 

Sowohl die Entgiftungsvorgänge der Phase 1, wie auch die der Phase 2, hängen maßgeblich von der Versorgung mit Vitaminen, Mineralien, sekundären Pflanzenstoffen und vielen weiteren Mikronährstoffen ab.

Hapert es bereits hier, so sabotiert man die eigene Gesundheit quasi selbst – kommen dann noch unverhältnismäßig viele unliebsame Giftstoffe hinzu (zum Beispiel durch einen unnatürlichen, nicht angemessenen Lebensstil), so wird man gesundheitlich irgendwann das Nachsehen haben

Es ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass die Genetik in Bezug auf die Entgiftungsleistung auch eine gewisse Rolle spielt. Manch einer leidet daher unter seinem angeborenen Entgiftungsleistungs-Mangel, während eine andere Person anscheinend jegliche Aspekte des ungesunden Lebensstils ausleben kann ohne durch diese Einflüsse ernsthaft Schaden zu nehmen…

Aus diesem Grund sind Pauschalaussagen zur Giftigkeit (bzw. eher zu deren Unbedenklichkeit) gewisser Stoffe auch stets mit Vorsicht zu genießen – viel zu viel hängt auch hier wieder von den individuellen Gegebenheiten ab!

Vor diesem Hintergrund muss man sich auch nicht mehr wundern, wenn der vitale 89-jährige Nachbar noch immer jeden Abend in der Kneipe verbringt und zudem begeistert Kette raucht.

Eine andere Person – die mit einer mangelnden oder fehlerhaften Entgiftungsgenetik versorgt wurde – hätte bei einem solchen Lebensstil wahrscheinlich nicht ansatzweise ein solch hohes Lebensalter erreicht…

Andersherum kann man ein genetisch mangelnd funktionierendes Entgiftungssystem jedoch auch gezielt durch den häufigen Verzehr entsprechender Lebensmittel stärken – zudem sollte man natürlich einen allgemein angemessenen Lebensstil entwickeln und möglichst auf die entsprechenden Negativeinflüsse verzichten.

In diesem Zusammenhang kommt mir ein Sprichwort in den Sinn:

 

Genetics load the gun – but lifestyle pulls the trigger

 

Das Ganze bedeutet in etwa:

Die Genetik lädt die Kanone aber der Lebensstil führt zum Abschuss…wie wahr!

 

Manche Menschen entwickeln sich aufgrund der eventuell negativen Umstände in der Lebensführung – in Kombination mit einer ungünstigen Genetik – also zu wahren Giftstoff-Sammlern, während andere vielleicht (trotz jeglicher Negativ-Aspekte) relativ unbeschadet davon kommen, weil sie genetisch besser ausgestattet sind 

Die wenigsten Menschen wissen nun aber, wie gut sie genetisch ausgestattet sind, wie es um ihre Entgiftungskapazitäten steht, welche Entgiftungsenzyme eventuell reduziert arbeiten oder sogar vollends fehlen…

Entsprechende Untersuchungen kann natürlich ein jeder machen lassen, allerdings sind diese nicht gerade günstig.

 

Allein aus diesem fundamentalen Grund täte wohl schon ein jeder gut daran, rein präventiv einen möglichst gesunden Lebensstil zu verfolgen…

 

Ein gewisser Anteil an Stoffwechselendprodukten und Umweltgiften wird auch über die Lungen abgeatmet.

Ein sehr großes Entgiftungsorgan ist zudem die Haut, die durch das Lymphsystem gespeist wird (dieses führt zudem ebenfalls Giftstoffe zu den Nieren) und durch die Hautöffnungen (Poren) Gift- und Abfallstoffe absondern kann.

In besonderen Entgiftungsphasen sind all diese Ausscheidungswege mehr belastet (und stärker frequentiert).
Man wird dies schnell daran merken, dass man (unter anderem) häufiger das kleinste Zimmer in der Wohnung (Toilette) aufsucht und oft deutlich schneller und vermehrt schwitzt.

Grundlegend werden vornehmlich Leber und Nieren zur Entgiftung genutzt – aber eben auch die Haut, die Lungen und alle anderen Körperareale, die irgendwie als Ausgang genutzt werden können.
Körperausscheidungen und -absonderungen jeglicher Art, Schuppenflechten, Neurodermitis, Akne (gerade außerhalb der Pubertät) und nässende oder juckende Ausschläge, aber auch tränende Augen und Schnupfensymptome können daher immer auch auf verzweifelte Entgiftungsbemühungen des überforderten Körpers hindeuten!

Der Begriff Entgiftung ist hierbei mit Eliminierung gleichzusetzen. Der Körper versucht mit allen Mitteln und um jeden Preis, gewisse, ihn störende Substanzen loszuwerden. Dafür werden dann jegliche Möglichkeiten genutzt!

 

Persönliche Gegebenheiten und Reinigungs-Bemühungen:

Je nach den persönlichen Gegebenheiten (z.B. erbliche Faktoren, Organzustände, allgemeine Lebensweise, Ernährungs- und Bewegungsverhalten, etc.) kann es also durchaus passieren, dass nach und nach mehr Giftstoffe (Umweltgifte, Nahrungsgifte, eigene Stoffwechselgifte, etc.) anfallen, als der Körper auf die Schnelle loswerden kann.

Mit zunehmender Giftstoffbelastung kann die Leistung der letztendlich zumeist überforderten Organe dann beeinflusst werden und schließlich immer mehr abnehmen. Hier entwickelt sich nun gleich das nächste Problem, denn grundlegend ist zu sagen:

Es kann nur einwandfrei entgiftet werden, wenn die Entgiftungsorgane auch mit voller Kraft arbeiten können!
Genau das ist aber bei vielen Menschen heutzutage aufgrund der zahlreichen verschiedenen Giftstoffquellen – und Giftstoffbelastungen – gar nicht mehr gegeben.

Ist man noch gesund und will seine Entgiftungsorgane präventiv unterstützen (was jeder hin und wieder machen sollte…), so bieten sich regelmäßige Kräuterkuren mit Nieren und Leber stärkenden Substanzen an (wunderbar auch selber zu sammeln – bei Bedarf biete ich gerne Hilfestellung an).

Außerdem kann man kräuter- oder naturstoffbasierte Leber- und Nierenreinigungen durchführen. Damit sich auf den Ausscheidungswegen kein Abfall ansammelt, sollte man zudem immer darauf achten, dass diese Wege gut frequentiert sind.

Wer nur selten (oder unregelmäßig) Stuhlgang hat, kann wahrscheinlich davon ausgehen, dass der Körper bereits mit Giftstoffen überfrachtet und die Lebertätigkeit dementsprechend gedrosselt ist.
Die einzig vertretbare Lösung für Probleme solcher Art ist die Umstellung der Ernährung auf natürliche, tierproduktreduzierte, ballaststoff- und faserstoffhaltige GESUNDE Kost sowie die Anregung und Unterstützung der Entgiftungsorgane!

Wer zudem nicht genug trinkt, bringt seine Nieren in die Situation, gefilterte und zum Abtransport bereite Stoffe nicht vollständig ausschwemmen zu können! Optimalerweise sollte die Farbe des Urins täglich in der Mehrzahl der Toilettengänge nahezu oder komplett klar sein. Nur so lässt sich gewährleisten, dass man angemessen hydriert ist und die extrazelluläre Matrix (siehe Säure-Basen-Haushalt) sauber ist – und dies hoffentlich  auch bleibt.

Die Trinkmenge (von reinem Wasser, Kräutertees oder firsch gepressten Säften) ist also sehr ausschlaggebend für die Gesamtgesundheit!

Zuhause achten die meisten Menschen schließlich auch darauf, regelmäßig den Müll hinaus zu bringen.
Nur so vermeidet man unangenehme Gerüche, Ungeziefer und die Überfrachtung des Bauwerkes mit Abfallstoffen – und diese Tatsache kann auch genau so auf unseren Körper übertragen werden!

Das nächste Mal, wenn über den häuslichen Frühjahrsputz nachgedacht wird, darf der folgende Gedankengang also auch gerne der einer eigenen Frühjahrs-Kräuterkur –beispielsweise für Leber und Nieren – sein

Die Ausgänge der Haut, die Poren, sollten ebenfalls durch regelmäßiges (am besten tägliches) Schwitzen frei gehalten werden. So werden sich auch deutlich weniger Hautunreinheiten, Pickel und Ähnliches bilden.

Anfangs werden diese Reinigungsbemühungen natürlich deutliche Mengen der bisher notgedrungen abgelagerten Giftstoffe zu Tage fördern (mehr dazu aber später…).

Dies sollte einen aber in keinem Fall von dem Angang der Reinigung und Entgiftung des eigenen Körpers abhalten.
Nur dies ist das grundlegende Prinzip der Gesunderhaltung (vergleichbar mit der gründlichen Reinigung und der nachfolgenden Sanierung eines Altbaus – bis dieser wieder in strahlendem Licht erstrahlt!).

Und je länger man wartet, desto länger wird die Sanierung dann wahrscheinlich auch dauern…

Vorweg sei jedoch anzumerken, dass die gründliche körperliche Reinigung (bei dem deutlichen Großteil der Menschen) wohl kein Wochenendprojekt ist…

Je nach bisheriger Lebensweise, Giftstoffbelastung, Konsequenz der Durchführung, der Ernährungsanpassung und dem Zustand der Entgiftungsorgane, bzw. der Allgemeinkonstitution und -gesundheit, kann eine umfangreiche Entgiftung des Körpers schon mehrere Monate (und oft auch ein, zwei oder sogar mehr Jahre) umfassen.

Kurzzeitige Entgiftungs-Kur-Angebote (meist mit Bestellung eines entsprechenden Pauschalprogrammes – besonders im Internet durchaus oft zu finden) seien daher stets mit Vorsicht zu genießen (oder noch besser: gar nicht)!

Die angestrebten positiven Gesundheitsveränderungen werden sich natürlich deutlich früher (meist mit dem begonnenen Abbau der Abfallstoffe) bemerkbar machen.
Bis man umfangreich gereinigt und wirklich gesund ist, wird es aber in den meisten Fällen etwas länger dauern.

Zu Beginn – und eventuell auch zwischendurch – ist es leider oft so, dass man sich körperlich erst einmal zurückgeworfen und schlechter als ohne Gesundheitsbemühungen fühlt.

Im alternativen Heilbereich bezeichnet man dieses Phänomen als Erstverschlimmerung oder Heilungs-Krise. Bitte interpretiere diese also nicht falsch…!

Vergleichen wir unsere körperliche Reinigung wieder ganz einfach mit dem Frühjahrsputz oder dem Großreinemachen zuhause:

Niemand wird hier erwarten, dass kein Schmutzwasser fließt, die Mülleimer nicht überquellen und man zwischenzeitig nicht dementsprechend erschöpft und erholungsbedürftig ist…sieht man das ganze positiv (und versteht man die Hintergründe), so lässt sich eine körperliche Entgiftung, Entsäuerung, eine Entschlackung oder ein Austreiben pathogener Darmbakterien jedoch viel einfacher ertragen – und vor allem beruhigt nachvollziehen.

Jede (richtige) Bemühung in diese Richtung wird der Gesundheit definitiv zuträglich sein!

…und auch wenn man erst einmal vornehmlich oberflächlich negative Wirkungen bemerkt (die ja auf lange Sicht jedoch nur positiv zu bewerten sind) weiß man wenigstens, dass man seine Sache richtig macht!

 

Die Giftquellen unserer Umwelt:

Wir leben heute leider in einer Welt, die voll von Umweltgiften und gesundheits- sowie körperfeindlichen Substanzen steckt.

Auch wenn man sich noch so bemüht, einen Großteil der offensichtlichen Übeltäter zu meiden, so wird man wohl nie ganz im Reinen mit seiner Umwelt sein.

 

Bereits die Luft, die jeder tagtäglich einatmet, wird immer gewisse fragwürdige Substanzen enthalten.
In städtischen Bereichen natürlich mehr als auf dem Land.

Wer zuhause viele chemische Reiniger, Deos, synthetische Duftstoffe, etc. benutzt, wird immer auch etwas davon in seinen Körper einbringen.
Raucher haben dazu ein hausgemachtes Problemderen Kinder leider oft ein von den Eltern verantwortungslos aufgezwungenes

Ein anderes Beispiel ist das Wasser, das wir trinken. Auch wenn es nicht bei jedem einzelnen bewusst gewähltes reines Wasser ist, das getrunken wird, so liegt das Wasser doch irgendwie jedem Getränk zugrunde.

Auf unserer Erde herrscht ein gewisser Kreislauf, der jegliche Umweltgifte immer wieder in die Wasserquellen unseres Planeten zurückbringen wird. Je nach Filterung und Belastung oder Verschmutzung der Trinkwasserquelle kann dieses Wasser einem dann durchaus mehr schaden als nutzen.

Möchte man Veränderungen bezüglich des Themas Wasser unternehmen, so sollte die erste Bemühung unbedingt sein, sich einen Leitungswasserfilter zu kaufen. Im Leitungswasser befinden sich unzählige Stoffe und Substanzen, auf die das Wasser entweder gar nicht getestet wird, oder die gewisse Grenzwerte nur nicht überschreiten dürfen. Selbstredend können sich auch erlaubte kleine Mengen im Körper nach und nach zu störend großen Belastungen akkumulieren – stets in Abhängigkeit von den individuellen Gesundheitsumständen und Eliminationsleistungen der Organe

Trinkt man nun sein Leben lang Leitungswasser, nimmt man trotz der (jedes Mal) nicht überschrittenen Grenzwerte im Laufe der Zeit beträchtliche Mengen vieler dieser gesundheitsschädigenden Stoffe auf. Zudem ist Leitungswasser eigentlich immer sauer (vgl. Säure-Basen-Haushalt).

Wer garantiert einem nun aber, dass unser Körper diese Stoffe auch wieder vollständig loswird? Richtig – Niemand…

Je nach Geldbeutel lassen sich mobile Wasserfilter (Tischkaraffen, z.B.) oder komplett in die Wasserleitung installierte Filter oder so genannte Wasserwandler anschaffen.

Pro Kilogramm Körpergewicht sollten täglich mindestens 30ml WASSER zu sich genommen werden (Saft, Kaffee, Limonaden, etc. gehören nicht dazu – wohl aber ungesüßte oder sehr durchdacht und natürlich gesüßte Kräutertees, wobei die komplette Flüssigkeitsmenge auch nicht nur durch diese zustande kommen sollte…). Bei körperlichen Betätigungen und Sport – aber auch in Krankheits-, Vergiftungs- oder Entgiftungssituationen – steigt der Wasserbedarf deutlich an.

Eine Investition in eine gute und gesunde Wasserversorgung macht daher auf jeden Fall Sinn (und rechnet sich auch).

Ich selber benutze seit langer Zeit einen Karaffen-Wasserwandler, den ich sehr empfehlen kann. Neben der Tatsache, dass dieser mit dem Aktivkohlefilter viele Umweltgifte und gesundheitsgefährdende Substanzen aus dem Wasser herausfiltert, ist auch der Fakt, dass das Wasser letztendlich basisch wird und dass diesem Mineral-Ionen hinzugefügt werden, hervorzuheben.

Hier findest du mehr Informationen über diesen Wasserfilter.

 

Das Wasser und die Luft sind nun ganz natürliche und unumgängliche Giftstoffquellen unserer Erde – die der Mensch sich leider selber mit jedem Tag mehr verunreinigt.

Weiter geht es mit der nächsten elementaren Giftstoffquelle in unserem Leben:

 

Die Ernährung

Heutzutage gibt es Unmengen an Nahrungsmitteln, die diesen Namen eigentlich gar nicht tragen dürften – enthalten sie doch unzählige gesundheitsschädigende Substanzen und wenig bis keinerlei empfehlenswerte Stoffe, die den Körper in seinen Bestrebungen, die Gesundheit zu erhalten, unterstützen.

Viele Menschen leben heute von naturfern hergestellten, oftmals chemisch versetzten Nahrungsmitteln, die keinerlei oder viel zu wenig Lebensenergien, sekundäre Pflanzenstoffe, natürliche Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und Mikronährstoffe enthalten.

Es wird heutzutage viel und oft darüber diskutiert und spekuliert, welche Art der Ernährung nun die richtige sei.

Und dieses Thema ist in der Tat schwierig, will man es pauschal und allgemeingültig vermitteln…

Die eine richtige Ernährung gibt es nämlich nicht für alle Menschen!

Auch hier – welch ein Wunder – hängt einmal mehr alles von dem Individuum ab.

Viele offensichtlich ungesunde Einflussfaktoren – und zum Teil wirklich schädliche, ja sogar giftige Nahrungs-Bestandteile – lassen sich allerdings mit ein wenig gesundem Menschenverstand und etwas Hintergrundwissen an den Pranger stellen – und so (hoffentlich) aus der täglichen Ernährung verbannen.

Die Feinheiten (wie eventuelle Unverträglichkeiten, Sensibilisierungen auf Kombinationsfehler, Verdauungsschwächen, etc.) sollte dann jedoch jeder für sich selber – oder mit einem erfahrenen Therapeuten ausfindig machen.

Wer Interesse an einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit diesem umfangreichen Thema hat (ich kann es nur jedem empfehlen), der findet meine Gedanken und Anregungen hierzu auf den Unterseiten zum Thema Gesunde Ernährung oder in meinem e-Book:

 

Artgerecht! Die Natürlichkeit auf dem Teller

 

 

Die Tücken unserer Moderne:

In der Gesamtheit betrachtet, gibt es nun also eine Vielzahl von Giftstoffen in unserem Leben, die je nach bio-chemischer Eigenschaft vom Körper selbst entgiftet werden können – aber auch welche, bei denen besser (und je nach persönlicher Lagevon außen nachgeholfen werden sollte, da diese Stoffe ansonsten eventuell viele Jahre – oder sogar für immer im Körper verbleiben können (Quecksilber beispielsweise hat in vielen menschlichen Körpern eine Halbwertszeit von mehreren Jahrzehnten…).

Gerade die Schwermetalle – und allen voran das Quecksilber – aber auch Blei, Palladium, Aluminium, Arsen, Cadmium, etc. sind in ihren Entgiftungseigenschaften sehr tückisch und sorgen im Körper – wenn man sie nicht vernünftig los wird – für eine Vielzahl von Stoffwechselproblemen, die dann wiederum die allgemeine natürliche Entgiftungsleistung des Organismus heruntersetzen können.

Auch wenn viele dieser Stoffe in unserer Erde vorkommen, hat erst der Mensch dazu geführt, dass wir in einem Ausmaß wie heute in Kontakt mit ihnen kommen.

Lagern sich die verschiedenen Toxine (Giftstoffe) erst einmal im Körper ab, dann beginnt eine wahre Abwärtsspirale der Gesundheit.
Oftmals – wenn man denn überhaupt weiß, was das Problem ist (weil die Vergiftungs-, wie auch die Entgiftungsproblematik von den meisten Schulmedizinern leider ignoriert wird – anstelle dessen werden die hieraus resultierenden Symptome mit Verlegenheitsdiagnosen betitelt) – besteht nur wenig Chance, ohne professionelle erfahrene Hilfe aus dieser misslichen Gesundheitslage zu entkommen.

 

Zeit für eine Entgiftung:

Wie auch das langsame schleichende Vergiften des Körpers, so ist – nun aber im Rückwärtsverfahren – auch das Entgiften ein langsamer und vor allem angemessen behutsam zu dosierender Vorgang.

Ungeduld ist hier fehl am Platze!

Man muss sich einfach vor Augen halten, wie lange man eventuell (meist natürlich unbewusst) seinen Körper mit Giftstoffen überladen hat. Die zusätzlich dazu stattfindende falsche Lebensweise, mit oftmals nicht artgerechter Ernährung und zu wenig oder gar keiner Bewegung, trägt dann irgendwann unumgänglich ihren Teil zum verheerenden Gesamtergebnis bei.

Bei dem einen wird es schneller gehen, bis der Körper deutliche Warnzeichen – oder Hilferufe – sendet, bei einem anderen kann es durchaus länger dauern.

Wer mit einem verlässlich funktionierenden Entgiftungssystem versorgt ist und auch relativ gesund lebt, der wird eventuell diesbezüglich gar keine Probleme bemerken. Es gibt einfach zu viele krankmachende Variablen unterschiedlichen Ausmaßes im Leben eines jeden Einzelnen.

Letztendlich werden wohl viele Menschen an einen Punkt kommen, an dem der Körper entsprechende Anzeichen sendet, dass die Lebensführung, die Ernährung oder die Funktionserhaltung und Pflege des selbigen nicht mehr so ablaufen, wie eigentlich gedacht.

Nicht selten werden die Gebrechen dann einfachheitshalber auf das Alter geschoben (und es dauert in der Tat eine gewisse Zeit, bis man den Körper durch eine falsche Lebensweise komplett in die Knie zwingt…).

Oftmals entstehen dann hieraus die vielzähligen bekannten Zivilisationskrankheiten und unheilbaren Erkrankungen (von den Ärzten dann auf unterschiedlichste Weise benannt), die durch eine grundlegende Entgiftung, Reinigung und Abschöpfung der körperlichen Giftstoffbelastungen jedoch reduziert, umgekehrt und nicht selten komplett geheilt werden könnten.

Man muss nur um die eventuelle Problematik der langjährigen Vergiftung des Körpers wissen…dann wird einem schnell bewusst, wie wenig die chemischen Tabletten des Arztes hier helfen können (wenn überhaupt dann überdecken sie genau die Symptome, die uns eigentlich zeigen sollen, was wo im Körper nicht stimmt!).

 

Gehen wir das Thema nun also genauer an:

Ein ganz entscheidender Grundsatz für jegliche Reinigungsbemühungen (welcher Entgiftungsweise auch immer) ist:

 

Stets behutsam beginnen und erst einmal die körperliche Reaktion abwarten – eine Entgiftung ist schließlich immer eine (gewollte) kontrollierte Vergiftung… 

 

Die Giftstoffe, die einst geschickt vom Körper irgendwo zwischen-, bzw. abgelagert wurden, geraten nun zurück in den Blutstrom und werden somit (vorerst) noch deutlicher spürbar als bereits an den Speicherorten, von wo aus sie eventuell ohnehin schon zu ganzkörperlichen Beschwerden geführt haben.

Die Reinigungswirkungen und die folgenden körperlichen Reaktionen auf diese plötzliche Giftflut können dabei zum Teil sehr gewaltig ausfallen.

Übersteigt das Maß der gelösten Gifte nun die Entgiftungsleistungen der Ausscheidungsorgane (Nieren, Leber, Haut, Lunge, etc.), dann wird man die Gift-Stoffe eventuell vorerst nicht schnell genug los – die mobilisierten Giftstoffe verbleiben notgedrungen im Körper und zirkulieren dort umher – bis sie gezwungenermaßen irgendwo anders eingelagert oder eben nach und nach durch die Ausscheidungs-Organe ausgeleitet werden.

Die gesundheitlichen Folgen und körperlichen Symptome in einer solchen (übertriebenen) Entgiftungssituation können dabei sehr unangenehm und zum Teil sehr ernst sein.

Aber auch in Entgiftungen, die sehr gut und individuell auf einen Patienten abgestimmt sind, wird man es wohl nicht gänzlich umgehen können, dass sich die Entgiftungsbemühungen des Körpers durch gewisse Symptome bemerkbar machen.

Hat sich erst einmal ein solcher Leber- oder Nierenstau entwickelt, dann sollten jegliche weitere Entgiftungsbemühungen (Lösen der eingelagerten Gifte) umgehend pausieren und man sollte sich darauf konzentrieren, die angefallenen, unangenehm zirkulierenden Giftstoffe effektiv aber behutsam auszuleiten (und Leber sowie Nieren bestmöglich zu unterstützen!).

 

Mögliche Entgiftungssymptome:

Oftmals sind es lediglich mittlere bis sehr starke Kopfschmerzen, die auftreten, zusätzlich können sich leichte bis sehr deutliche und unterschiedlich lange anhaltende Magen-Darm-Symptome einstellen. Die Toilette wird man dann vorerst öfter aufsuchen müssen, da der Körper seine beiden Haupt-Reinigungswege (Nieren→ Blase, und Leber→ Darm) deutlich häufiger nutzen wird.

Je nach Lebersituation können sich die Patienten auch übergeben oder ihnen ist regelmäßig übel. Mit einem allgemeinen Unwohlsein ist man noch relativ gut bedient…

Schwäche-, Müdigkeits-, (emotional und hormonell fehlsteuerungsbedingte) Nervositäts- oder richtige Panikgefühle können sich ebenfalls einstellen.
Auch können Schmerzen und unangenehme Druckgefühle im Bereich der eventuell überlasteten Organe (Nieren, Leber, Darm, etc…) auftreten.
Asthma und Atemprobleme (als Überlastung der Lunge) beispielsweise lassen sich mit diesem Hintergrundwissen auch plötzlich ganz anders betrachten (…und hoffentlich behandeln!). Unschöne Gerüche aus dem Körperinneren können ebenfalls aus der Ab-Atmung gewisser Giftstoffe resultieren.

Dazu können emotionale Höhen- und Tiefenflüge kommen sowie deutlich ausgeprägte Stimmungsschwankungen und Motivationsänderung in alle möglichen Richtungen (komplette Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Libido-Mangel, aber eventuell auch übersprühender Tatendrangjedenfalls solange es einem dementsprechend geht…).

Oft gesellen sich Kreislaufprobleme und deutliche starke grippeartige Gefühlsanwandlungen dazu (Gefühl von Fieber bei normaler Temperatur, brennende Augen (auch tränend, oder „eiternd“, starker Schlafdrang, Kopf- und Gliederschmerzen, „Gänsehaut“ oder Schüttelfrost, etc.).

Auch eine bleierne Kraftlosigkeit, die einen komplett daran hindern kann, das Bett oder das Sofa zu verlassen, ist keine Seltenheit.

In vielen Fällen macht sich eine Entgiftung auch dermatologisch bemerkbar.
Unreine Haut und Pickelneigung sind gerade in starken und akuten Entgiftungsphasen keine Seltenheit.
Dazu kommen eventuell unangenehmer Körpergeruch und eine vermehrte Schweißneigung – die Haut wird wie gesagt ebenfalls in die Entgiftung einbezogen – wie man sich denken kann, alles in allem nicht wirklich angenehme Symptome.

Diese Symptom-Aufzählung ist so bei Weitem noch nicht abschließend und die individuellen Beschwerden und körperlichen Reaktionen können zudem stark von Patient zu Patient variieren.

 

Eigene Erfahrungen:

Ich selber habe dreimal einen so genannten Anaphylaktischen Schock zu Beginn der Entgiftungstherapie erlebt – komplett mit sehr starker Übelkeit, Schwindel, Kreislaufproblemen, Schweißausbruch und einmal sogar mit Herzrhythmusstörungen.

In solchen Fällen ist eigentlich umgehend der Notarzt zu alarmieren!

Bei mir fanden die beiden schwersten Allergieschocks glücklicherweise in der Arztpraxis statt (als Reaktion auf eine Entgiftungs-Infusion, bzw. die hierdurch freiwerdende große Menge Giftstoffe – und das andere Mal auf die gleichen Folgen einer Entgiftungsspritzen-Injektion).

Ein weniger starker Schub (dafür mit kurzzeitigem Verlust, bzw. starker Beeinträchtigung der Seh- und Hörfähigkeit, sowie starkem Schwindel und unmenschlicher Übelkeit) fand bei mir zuhause statt.

Zu spaßen ist mit solchen Situationen definitiv nicht – und man sollte sie in keinem Fall unterschätzen!

Ein Bekannter, der ebenfalls eine Quecksilberentgiftung begann – diese aber offenbar nicht ganz angemessen einschätzte – und eines Abends trotz offensichtlich bereits ausgelasteter Leber etwas tief ins Glas schaute, musste kurz darauf vom Krankenwagen abgeholt und ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Leber war in der Situation der Schwermetall-Entgiftung offensichtlich vollends mit dem Alkoholkonsum überfordert und konnte diesen nicht mehr richtig abbauen – was dann wohl zur körperlichen Überlastung und dem Kreislauf-Zusammenbruch führte.

Befindet man sich erst einmal in einer solchen Entgiftungs-Extremsituation, fühlt man sich nicht selten so, als würde man in Kürze den Geist aufgeben.

Und das ist wirklich nicht untertrieben! Ich war bereits mehrere Male in einer solchen Lage und weiß (leider) wovon ich berichte…

Übertreibt man es nun also mit den Entgiftungsbemühungen (oder nimmt man sie nicht ernst genug und macht entsprechende Fehler), so können viele der genannten Symptome auch auf einmal auf einen hereinbrechen – was dann wirklich kein Spaß ist – und in Ernstfällen kann dies richtig gefährlich werden!

Zu Beginn meiner Entgiftungstherapie hatte ich oft mit wahren und grundlosen Nervositätsattacken in den unmöglichsten Situationen zu kämpfen – plötzliche angstgetriebene Schweißausbrüche, begleitet von rasendem Puls, an der Supermarktkasse oder im Wartezimmer des Arztes, veranlassten mich des Öfteren fast dazu, mich fluchtartig aus dem Staub zu machen – zum Glück habe ich relativ schnell begonnen, in den entsprechenden Situationen mental an mir zu arbeiten und mich so doch immer irgendwie im Griff gehabt.

Die hormonelle Fehlproduktion ist in Entgiftungsschüben (aber auch in Vergiftungslagen) zum Teil enorm!

Es können plötzliche Adrenalinstöße stattfinden – wie in realen Angstsituationen oder bei starker Aufregung.

Es gab auch Zeiten, an denen ich einfach mehrere Tage am Stück und wie in Trance vor mich hin gedöst und sehr viel geschlafen habe – und mich danach aber keinesfalls ausgeruht, geschweige denn „frisch“ fühlte.

Starke Nierenschmerzen behandelte ich mehrfach mit selbst gesammelten nierenstärkenden Kräutern (meist zu Tee verarbeitet). Auch die Leber unterstütz(t)e ich regelmäßig mit entsprechenden rohen oder getrockneten Wildpflanzen

In der Praxis meines behandelnden Arztes habe ich mehrfach Notfallbehandlungen (wie sie mir auch widerfuhren) bei anderen Patienten erlebt.

Je nach Belastung des Organismus‘ und der Sensibilität der betroffenen Person muss eine Entgiftung also sehr behutsam begonnen und durchgeführt werden – gewisse körperliche Reaktionen lassen sich aber, wie schon angemerkt, nur schwer gänzlich vermeiden…es sollte allerdings alles dafür getan werden, dass diese sehr kontrolliert und behutsam ablaufen.

Mehr Informationen zu den körperlichen Folgen einer Quecksilbervergiftung findest du hier.

 

Detailliert findest du die gesamte umfassende Geschichte zu meiner Vergiftungs-Diagnose und der folgenden Entgiftungs-Therapie unter:

 

Wenn das Leben stoppt – Grenzerfahrung Quecksilbervergiftung

 

 

Allgemeine Fakten zur Entgiftung:

Da also jeder von uns im Leben unweigerlich gewissen Giftstoffen ausgesetzt ist/war – und dies in Zukunft auch noch sein wird – bietet sich auch für viele (bzw. eigentlich alle) Menschen eine Entgiftung des Körpers an.

Der eine benötigt diese eben dringender, ein anderer eventuell weniger dringend. All dies lässt sich allerdings durch gewisse ganzheitliche Testverfahren feststellen.

In alternativen Kreisen werden Entgiftungen regelmäßig angeraten. Dies sind dann oft Frühjahres-Kräuter-Kuren oder Darmreinigungsprogramme mit den entsprechenden natürlichen Mitteln.

Um allerdings die hartnäckigeren Giftstoffe, wie Schwermetalle zum Beispiel, sollte man sich bei Notwendigkeit entweder dauerhaft oder zumindest immer mal wieder und in regelmäßigen Abständen kümmern – dann aber am besten als Dauerlösung nach einer vorherigen umfassenden und tiefgehenden professionell begleiteten Entgiftungsphase.

Giftstoffe werden vornehmlich im Bindegewebe (siehe Säure-Basen-Haushalt) aber auch in Organ- und Nervenzellen, dem Gehirn, sowie an vielen anderen Körperstellen gespeichert.

Viele Toxine finden sich an fettreichen Arealen (Fettgewebe) des Körpers wieder.
Zum Teil kann dies durchaus vorteilhaft für die belastete Person sein (das Körper-Fett-Gewebe hält die Giftansammlungen dann vorerst von den Körperorganen fern).

Menschen mit hohem Körperfettanteil bemerken daher auch angeblich erst deutlich später ernsthafte funktionelle Beschwerden als schlanke Menschen mit einem relativ geringen Körperfettanteil.

Bei Letzteren finden die Belastungen der Körperorganzellen und Nervenzellen aus Speicherplatzmangel notgedrungen schneller statt – und führen dann auch schneller zu funktionellen Organ-Beeinträchtigungen, die sich schließlich gesamtkörperlich bemerkbar machen.

Wer dauerhaft Schwierigkeiten hat, Gewicht abzubauen, sollte ebenfalls über eine Entgiftung nachdenken (zusätzlich zur Ernährungsumstellung und einem angemessenen Bewegungsprogramm versteht sich), da der Körper manchmal an dieser Selbsthilfe der Fettabschirmung der Toxine konsequent festhält und das Fettgewebe aus Gründen des Selbstschutzes nicht aufgibt.

Ein unschöner Aspekt der vornehmlichen Fettbindung einiger Toxine ist die Tatsache, dass unser Gehirn einen sehr großen Fettanteil aufweist.

Besitzt man ansonsten wenig Körperfett, wird es eventuell schneller passieren, dass sich die Toxine den Weg ins Gehirn suchen (müssen).
Auch wenn der Körper eigentlich mit einer eigenen hirnschützenden Barriere, der so genannte Blut-Hirn-Schranke ausgestattet ist, können doch viele neuartige Giftstoffe (Neurotoxine) diese aufgrund ihrer bio-chemischen Eigenschaften problemlos passieren.

Gewisse Erkrankungen werden bereits (bisher vornehmlich in alternativmedizinischen Kreisen) auf diese Fakten zurückgeführt.
Bei Alzheimer-Patienten beispielsweise fanden sich nach Hirn-Untersuchungen (bisher nur post mortem möglich) zumeist stark erhöhte Aluminium- und Quecksilberwerte im Gehirn wieder – die bekannten Symptome dieser Erkrankung sind wohl nicht ohne Grund so stark hirnbezogen.

Für eine körperliche Entgiftung gibt es nun unzählige verschiedene Herangehensweisen und Möglichkeiten, die ich hier gar nicht alle vorstellen kann und möchte.

 

Wichtig sei allerdings zu bemerken, dass eine Entschlackungskur (in Form von Heilkräutern, Darmreinigungen oder Entgiftungsbädern, etc.) nicht viel mit einer tiefgehenden Entgiftung auf zellulärer Ebene zu tun hat!

 

Zweifelsohne entfachen auch diese vergleichsweise sanfteren Reinigungs-Bemühungen ihre positive Wirkung – will man aber auf tiefstem Level die Giftstoffe aus dem Körper entfernen, dann müssen andere Taktiken her.

So sollte man sich eventuell auch nach durchgeführten leichten, bzw. nicht ausreichenden Entgiftungskuren – mit nicht zufriedenstellendem Ergebnis – keinesfalls von dem grundlegenden Thema zur Gesundung abbringen lassen. Wahrscheinlich waren die (zu zaghaften oder oberflächlichen) Bemühungen einfach noch nicht ausreichend.

Leider befassen sich nur wenige Schulmediziner (eingehend und angemessen umfangreich) mit dem Thema der Entgiftung.

Meistens sind es eher Heilpraktiker und andere Alternativheiler – oder eben die Umweltmediziner – denen dieses Thema (eher) ein Begriff ist.

Auch wenn es bei diesem Thema durchaus schwierig ist, so sollte man sich so gut es geht selbst informieren (möglichst aus verlässlichen Quellen) und nicht blindlings irgendeine Entgiftungstherapie beginnen!

Die Ansichten und Vorgehensweisen zu diesem Thema sind zum Teil sehr gegensätzlich und die eventuell eintretende Wirkung meines Erachtens oft durchaus fragwürdig.

Im Internet konnte ich bisher eine Unmenge an haarsträubenden Pauschal-Entgiftungs-Anleitungen finden (auch von „professionellen Therapeuten“), die mit Sicherheit niemandem helfen würden – wahrscheinlich eher im Gegenteil

Pauschal-Entgiftungen sollten zudem immer sehr skeptisch beäugt werden, da, wie bereits deutlich wurde, sehr viele Aspekte individuell abgeklärt werden müssen.

Meines Erachtens werden weitreichende Vergiftungszustände (und folgende Entgiftungsbemühungen) durch die vielen heutigen Umweltgifte, mit Chemikalien versetzten Nahrungsmittel und belastetes Trinkwasser das Hauptaugenmerk der Medizin des 21. Jahrhunderts werden müssen.

Es ist denke ich nur noch eine Frage der Zeit, bis dieses Problem auch schulmedizinisch und ganz offiziell angegangen wird.

Nun zurück zur eigentlichen Entgiftungs-Vorgehensweise.

 

Der Enterohepatische Kreislauf:

Ganz grob beschrieben folgen fast alle (angemessenen) Entgiftungskuren einem grundlegenden Prinzip:

In unserem Körper findet tagtäglich ein gewisses Maß an körpereigener Entgiftung über den so genannten Enterohepatischen Kreislauf statt (Darm-Leber-Kreislauf). Über diesen wird der deutliche Großteil der Umweltgifte entsorgt.

Der Begriff Enterohepatischer Kreislauf bezeichnet den Kreislauf jeglicher Giftstoffe aus dem Blut, gefiltert durch die Leber, von dort mit der Gallenflüssigkeit in die Gallenblase abgegeben und anschließend in den Dünndarm geschleust, damit sie auf natürlichem Wege unseren Körper verlassen können.

In den letzten Darmabschnitten wird ein bestimmter Teil der Gallenflüssigkeit (die Gallensalze) jedoch vom Körper resorbiert, um diese nicht stets neu produzieren zu müssen. Die Giftstoffe verbleiben optimalerweise in der Stuhlmasse bis sie ganz natürlich den Körper verlassen – so die Theorie.

Leider gibt es gewisse Toxine, die ebenfalls mit resorbiert werden.

Nach und nach kann es so passieren, dass sich immer mehr Giftstoffe (gewisser bio-chemischer Artung) in diesem Enterohepatischen Kreislauf ansammeln und nie richtig ausgeschieden werden können (bzw. stets nur relativ geringe Mengen und der Rest resorbiert wird).

Chronische Erkrankungen – speziell des Darmes – können dann logischerweise die Folgen sein. Der Körper hat keinerlei Möglichkeiten, die zunehmende Giftbelastung angemessen aus seinem Inneren loszuwerden.

Letztendlich wird diese irgendwann das individuelle körperliche Toleranzmaß überschreiten und entsprechende Schmerzen, Krämpfe, Entzündungen oder Geschwüre – irgendwo zwischen Leber, Gallenblase und dem gesamten Darmbereich bis zu seinem südlichsten Ende können die Konsequenz sein.

Schulmedizinisch gibt es hierfür beispielsweise die (zumeist nur symptomatisch behandelten und daher oft als unheilbar geltenden) Bezeichnungen wie etwa Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn.
Dass diese allerdings die Folgen jahrelanger Giftstoffexposition (und/oder komplett falscher Nahrungsmitteleinnahme mit eventuellen Unverträglichkeitsreaktionen) sein könnten, die sich – zirkulierend durch die Därme – von Tag zu Tag erhöht und das empfindliche Körperinnere quält, wird von den wenigsten Therapeuten in Erwägung gezogen.

Wie wenig dann beispielsweise verschriebene Cortison-Tabletten in solchen Fällen gegen die Ursache der entzündeten Darm-Schleimhäute bewirken können, sollte leicht nachvollziehbar sein…

Außerdem kann eine solche Giftbelastung selbstverständlich zu einem weit gefächerten gesamtkörperlichen Beschwerdebild führen.

Meistens deckeln die schulmedizinischen Medikamente die sich einstellenden Symptome und Beschwerden dann lediglich.
Der Patient wird quasi abhängig von den Medikamenten – und nach Absetzen dieser taucht die Erkrankung umgehend wieder auf (…wen wundert‘s?!)

Gewisse Beschwerden werden sich meist bereits lange vor einer offiziellen Diagnose bemerkbar gemacht haben – nur wurde wahrscheinlich leider nicht grundlegend – und damit nicht richtig – interveniert… .

Genau hier, an diesem Teufelskreis des Enterohepatischen Kreislaufes setzt die Entgiftungsmedizin nun an:

Es werden auf der einen Seite gewisse Substanzen eingenommen, die aufgrund ihrer biochemischen Eigenschaften verschiedene Umweltgifte aus den entsprechenden Körperdepots lösen können (aus Fett-, Bindegewebe und jeglichen anderen Körperzellen, sowie dem Gehirn und dem Zentralen Nervensystem).

Andere Stoffe (und eine Vielzahl möglicher begleitender Therapie-Elemente, wie z.B. die Aktivierung des Stoffwechsels durch die richtige Bewegung, etc.) begünstigen den Transport dieser Stoffe im Körper, bis hin zu den Entgiftungsorganen (Leber und co.).

Wiederum andere Stoffe dienen als so genannte Absorber (vergleichbar mit einem bio-chemisch speziell gearteten Schwamm), um die gelösten Gifte im Darm dauerhaft zu binden, die Resorption aus dem Darm zu verhindern und die Gifte so auf natürliche Weise mit den Ausscheidungen aus dem Körper zu schaffen.

Hier kannst du dich näher über die verschiedenen Produkte informieren.

Ist die Problematik dieses Darm-Leber-Kreislaufes nicht bewusst, und sind die Giftstoffe nicht bekannt, so werden die Behandlungsbemühungen wahrscheinlich nicht zu den gewünschten (nachhaltigen) Erfolgen führen.

 

Der Enterohepatische Kreislauf muss in jedem Fall unterbrochen werden, eine Resorption der Gifte verhindert und auf diesem Wege nach und nach die Giftbelastung des Körpers verringert werden!

 

Sobald man also auf Entgiftungsmethoden stößt, die diesen Absorber (hier gibt es durchaus verschiedene aber auch falsche und unzureichende…) nicht enthalten, ist immer Vorsicht geboten!

Gerade zu Beginn und in der Hauptphase der Entgiftung sind diese Absorber-Substanzen unerlässlich – irgendwann wird der Körper jedoch in der Lage sein, die nur noch geringen Mengen verbleibender Gifte auch mit Hilfe der Nahrung ausleiten zu können. Bis dahin wird jedoch einiges an Zeit vergehen müssen…

Eine richtige und effektive Entgiftung kann je nach Empfindlichkeit und Giftbelastungs-Grad durchaus körperlich strapaziös sein. Werden grundlegende Aspekte nicht – oder falsch, bzw. unzureichend – beachtet, so kann sie zu einem wahren Gang durchs Höllenfeuer ausarten.

Um einer eventuell später notwendig werdenden (und dann oft) umfangreichen Entgiftung vorbeugen zu können, sollte es also stets die Bemühung eines jeden Einzelnen sein, den eigenen Körper so natürlich rein und sauber zu halten wie irgend möglich.

Dazu sollte die Funktionalität der einzelnen Organe stets gesichert sein und jegliche Aspekte, die dies nicht gewährleisten – oder noch schlimmer – den Körper wohlwissend verunreinigen und auf lange Sicht vergiften, gemieden werden!

 

Ich wünschte ich hätte diese Einsicht bereits Jahre zuvor gehabt (vielleicht dann ohne die grenzwertige Erfahrung, selber eine lebensbedrohliche Schwermetall-Vergiftung zu erleben).

Viel Qual und stark beeinflusste Lebenszeit, die ich gerne anders genutzt hätte, wären mir so wahrscheinlich erspart geblieben.

Aber auch diese (späte) Einsicht hat im Nachhinein viele gute (und ungeahnte) Aspekte mit sich gebracht – und ich befinde mich mittlerweile auf einem ganz anderen Weg als ich es mir jemals hätte träumen lassen…

 

Das Leben ist eben eine Reise voller Erfahrungen und Geschehnisse, die man im Vorwege nicht einmal erahnen kann…vieles lässt sich jedoch mit ein wenig Hintergrundwissen vermeiden.

 

Bei jeglichen Fragen kannst du dich gerne an mich wenden!

 

Viel Spaß weiterhin!

Arne