Säure-Basen-Haushalt

SBH

 

Ganz grob betrachtet gibt es in der Gesamtheit unserer Nahrungsmittel auf der einen Seite solche, die im Körper durch Stoffwechselvorgänge eine Säurewirkung entfachen – also „sauer“ – sind und andere, die alkalisierend in unserem Körper wirken – diese werden dann als „basisch“ bezeichnet.

Dabei ist der Begriff sauer aber keinesfalls mit dem sauren Geschmack gewisser Lebensmittel gleichzusetzen! In den meisten Fällen ist es sogar so, dass genau diese sauer schmeckenden Lebensmittel (allen voran z.B. die Zitrone) besonders basisch und damit gesundheitsförderlich wirken.

Diese beiden Nahrungsmittelgruppenbasische und saure – sollten laut aktueller Gesundheits-Ansichten möglichst in einem bestimmten Verhältnis konsumiert werden.

Ob man sich dabei nun haargenau an gewisse Prozentsätze hält, ist denke ich nicht unbedingt ausschlaggebend.

Vielmehr sollte darauf geachtet werden, dass möglichst am Ende EINES JEDEN TAGES ein Basen-Überschuss in der Ernährung zu verzeichnen ist und man sich nicht zu einseitig und vor allem nicht zu säurelastig ernährt.

Zudem sollte das Hauptaugenmerk darauf gerichtet sein, zum deutlichen Großteil lebensenergiereiche, gesunde, natürliche und frische Nahrungsmittel zu konsumieren.

Folgt man nämlich einer natürlichen artgerechten Ernährung mit hauptsächlich Obst, Gemüse, Wurzeln, Wildkräutern einigen Nüssen, Samenkernen und hin und wieder etwas durchdacht ausgewähltem Fleisch, Fisch oder Eiern, dann wird sich dieses Verhältnis aller Wahrscheinlichkeit nach ganz automatisch einstellen. Der Konsum von tierischen Produkten und Nüssen sowie Samenkernen sollte jedoch nicht ausartet, denn diese sind besonders stark säurelastig.

Warum jedoch ein solch ausgewogenes Verhältnis beachtet werden sollte und welche fundamentale Wichtigkeit der Säure-Basen-Haushalt für unsere Gesundheit hat, werde ich nachfolgend darstellen.

 

Die Zell-Versorgung:

Nehmen wir Nahrung zu uns (Getränke jeglicher Art oder eben feste Nahrungsbestandteile), so durchwandern diese den Verdauungstrakt, werden dort verarbeitet, d.h. in ihre Einzelbestandteile zerlegt und gelangen letztendlich ins Blut.

Dieses, den ganzen Körper bis in die letzten Winkel durchziehende Förderband, transportiert die Nährstoffe (Vitamine, Mineralien, Makro- und Mikronährstoffe, etc.) nun bis in die feinsten Blutkapillaren.

Dies sind winzige Verästelungen (hier als eine Art Ausgang aus dem Blut zu verstehen), die den Übergang aus dem Blutkreislauf in das umliegende Bindegewebe ermöglichen.

Das Bindegewebe kann guten Gewissens als größtes zusammenhängendes Organ unseres Körpers bezeichnet werden – und diese Behauptung wird jetzt wahrscheinlich neu für die meisten Leser sein.

Die enorme Aufgabe des Bindegewebesund daher auch dessen zentrale Rolle für unsere Gesundheit – wird im weiteren Verlauf deutlich.

Ungefähr 80% aller Körperzellen entfallen auf das Bindegewebe. Nur der verbleibende Rest sind Nerven- Organ- oder anderweitige Zellen.
Kleinkinder haben einen etwas höheren Bindegewebeanteil, ein Erwachsener besteht in etwa zu 70% aus Bindegewebe (!).

 

Grob betrachtet wird das Bindegewebe in zwei verschiedene Arten unterteilt:

das weiche Bindegewebe und

das straffe Bindegewebe

 

Beide Bindegewebearten bestehen jedoch aus folgenden Teilen:

Bindegewebszellen und

Grundsubstanz (Bindegewebsflüssigkeit)

Je nach Bindegewebeart ist das Verhältnis dieser beiden Bestandteile jedoch unterschiedlich.

 

Das straffe Bindegewebe mit seinem erhöhten Faser- und Collagen-Anteil erfüllt an verschiedensten Stellen in unserem Körper seine Stützwirkung. Es schützt und formt beispielsweise unsere Organe, bildet aber auch Sehnen und Bänder und ist Bestandteil von Knorpel- und Knochenstrukturen. In diesem straffen Bindegewebe befinden sich vergleichsweise wenig Bindegewebszellen und auch der Anteil der Bindegewebsflüssigkeit ist relativ gering. Unterschiedliche Faserstrukturen, die die Stützleistung ermöglichen, überwiegen hier deutlich.

Das weiche Bindegewebe legt sich mit seinem deutlich höheren Anteil an Bindegewebsflüssigkeit wie eine riesige gallertartige Masse um und zwischen jegliche Organe (und um jede einzelne Organzelle), um unsere Knochen, Sehnen, Bänder, etc.

Im Körper berührt keine Zelle ihre Nachbarzelle direkt. Immer befindet sich Bindegewebe (daher auch als Füllgewebe bezeichnet) zwischen ihnen.

Das Füllgewebe zwischen all unseren einzelnen Körperzellen zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an Bindegewebsflüssigkeit aus.

 

Dieser Fakt ist für das weitere Verständnis eines ausgewogenen Säure-Basen-Haushaltes besonders wichtig.

Gelegentlich werden die Begriffe intrazellulärer Raum (oder intrazelluläre Matrix = Zellinnenraum) und extrazellulärer Raum (oder extrazelluläre Matrix = Bindegewebe/ Zellaußenraum) auftauchen.

Die Bindegewebsflüssigkeit hat im Optimal-Fall eine solartige Konsistenz (wie flüssigeres Gel), welche den Transport der Nährstoffe (die aus den Blutkapillaren ins Bindegewebe abgegeben werden) hin zu unseren millionen Zellen ermöglichen soll.

Die Nährstoffe erreichen also nun vom Blut (austretend aus dessen feinen Kapillaren) dieses Bindegewebemeer und fließen weiter zu den Zellen wo sie benötigt werden.

Besteht gerade kein Bedarf an Nährstoffen, oder ein geringerer, als mit der Nahrung an Nährstoffen aufgenommen wird, so dient das Bindegewebe als Speicherplatz bis die Zellen wieder Bedarf haben und sich aus dem Angebot an gespeicherten Substanzen bedienen.

Dieser grob und vereinfacht dargestellte Ablauf wäre so als optimal – und als wirkliche GRUNDLAGE DER GESUNDHEIT – zu bezeichnen.

 

Die Realität sieht jedoch bei den meisten Menschen anders aus…

 

Mit einer natürlichen und ausgewogenen, an Frischkost reichen, artgerechten und maßvoll durchdachten Ernährung versorgen wir unseren Körper mit all den Substanzen, die für die volle Funktionstüchtigkeit des Stoffwechsels und die Gesundheit des Gesamtorganismusses vonnöten sind.

Unser Körper benötigt unzählige verschiedene Mineralien, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Aminosäuren, Fette, etc. für den täglichen Stoffwechsel.

Die Mineralien Kalium, Kalzium, Silizium, Magnesium, Natrium, Eisen, und einige mehr, gehören dabei beispielsweise zu der Gruppe der „basisch“ wirkenden Mineralien.

Auf der anderen Seite gibt es Mineralien wie Chlor, Phosphor, Schwefel, Jod, Fluor, etc. die eine „saure“ Wirkung in unserem Körper entfachen.

Auch wenn unser Körper von all diesen Mineralien gewisse Spuren benötigt, so sollte es doch nicht so sein, dass einige in ungesundem Übermaß aufgenommen werden.

Bei der heute zumeist praktizierten ungesunden, chemieüberfrachteten Ernährung, oft basierend auf Fertigprodukten, (prozessiertem) Getreide jeglicher Art, (zu vielen und den falschen) tierischen Lebensmitteln, sowie enormen Mengen an raffiniertem Zucker (und all seinen Produkten), geschieht allerdings genau das.

Nicht selten werden dem Körper so viel zu viele der nur in geringer Menge benötigten säurebildenden Mineralien zugeführt.

Das Ergebnis ist dann, dass der Körper vieler Menschen durch diese fälschliche Lebensweise latent übersäuert.

Die fehlende Bewegung, ein nicht ausreichendes Maß an Sauerstoff sowie eine meist unzureichende (gesunde) Flüssigkeitsversorgung unseres Organismus‘ verstärken diesen Prozess dann zusätzlich noch.

Einen gewissen Anteil der anfallenden Säurelast kann unser Körper durch die so genannte Pufferung (oder Neutralisierung) mit Hilfe körpereigener (und/oder in der Nahrung enhaltener) Mineralien ausgleichen.

Bei diesen chemischen Prozessen entstehen aus der Säure und den eingesetzten Puffer-Mineralien dann gewisse Salz-Komplexe. Dies sind dann die so genannten Schlacken.

Normalerweise werden diese Abfallstoffe vom Körper eliminiert. Es gibt nun allerdings zahlreiche Faktoren, die deren Ausscheidung behindern können…

Einer der größten Faktoren (und der offensichtlichste) ist die übermäßige Säurezufuhr durch die falsche Ernährung

Wird der Organismus permanent mit zu viel Säure überladen, so kommt er mit der Reinhaltung und Eliminierung der Stoffwechselabfälle oft nicht mehr hinterher.

Weitere (moderne) Einflussfaktoren wie Stress oder zu wenig Flüssigkeitszufuhr (wirkt sehr nachteilig!), etc. beeinflussen diesen Prozess ebenfalls.

Aus der Not heraus werden die Schlacken dann erst einmal irgendwo eingelagert.

Mit genau dieser notgedrungenen Einlagerung der Stoffwechsel-Abfälle fangen nun jedoch die Probleme an…

Einen sehr großen Speicherort für die Schlacken-Stoffe (aber auch Umweltgifte, die nicht schnell genug ausgeschieden werden können) bildet das Bindegewebe.

Neben diesem dienen aber auch noch andere Körperareale wie die Gelenke, unsere Organe, das gesamte Blutsystem, etc. als Speicherplätze für diese unliebsamen und störenden, im Übermaß anfallenden Abfall-Substanzen.

 

Die Zell-Entsorgung:

Auf ähnliche Weise wie bei der Versorgung werden die Zelle andersherum Abfallstoffe aus dem Zellstoffwechsel wieder los (damit unser Organismus einwandfrei funktioniert, müssen die Zellen stets vernünftig genährt aber auch sauber gehalten werden!).

Aus der Zelle werden die Zellstoffwechsel-Endprodukte in das Bindegewebe abgesondert und von dort aus wieder über die Blutkapillaren und  das Lymphsystem zu den Entgiftungs- und Ausscheidungsorganen befördert.

Auch bei einer bestmöglich reinen, gesunden und natürlichen Ernährung fallen Stoffwechselendprodukte und Zell-Abfallstoffe an, die dann entsorgt werden müssen. In welchem Maße, hängt allerdings deutlich von der Ernährung (und der Stoffwechselleistung) ab…

Das Lymphsystem ist neben dem Blut das zweite große Förderband unseres Körpers.

Während aus dem Blutkreislauf nur kleinste stoffliche Moleküle durch die feinen Kapillaren abgegeben und aufgenommen werden können, werden biochemisch spezieller geartete oder größere Stoffpartikel (zum Beispiel Nahrungsfette) über das Lymphsystem (ebenfalls eine ständig fließende Flüssigkeit, die in gewissen Bahnen den gesamten Körper durchzieht) angeliefert und entsorgt.

 

Das Lymphsystem transportiert jedoch hauptsächlich Stoffe ab.

Das Haupt-Lieferförderband – zusätzlich aber auch Abtransport-Möglichkeit ist das Blut.

 

Diese Funktionen der Versorgung und Entsorgung können folglich nur einwandfrei funktionieren, wenn beide Flüssigkeiten ihre positiven Fließeigenschaften behalten.

Stockt der Fluss im Bindegewebe oder der Lymphe, so kann der Transport (in welche Richtung auch immer) nicht mehr angemessen stattfinden.

Da dieser Abtransport und die Versorgungsmechanismen natürlich immer parallel stattfinden, könnte eine gleichzeitige Ansammlung von Abfallstoffen im Bindegewebe und dem Lymphsystem – und eine Unterversorgung der Zellen (durch Stau im Bindegewebe) – letztendlich die Folge sein.

Hält ein solcher Zustand nun länger an, so wird sich dieser irgendwann unweigerlich gesundheitlich bemerkbar machen.

Was sind nun aber die Gründe, die zu einem Stocken, Eindicken oder der Verunreinigung von Lymphsystem und Bindegewebe (extrazellulärer Matrix) führen können?

 

Einflussfaktoren unserer Gesundheit:

Kurz und knapp ist zu sagen, dass diese beiden Transportsysteme – Blut und Lymphe – durch körperliche Bewegung im wahrsten Sinne in Wallung gehalten werden.

Alleine die Bewegung des Menschen reicht aber bei Weitem nicht aus, um die einwandfreie Funktionalität zu gewährleisten.

Der eine oder andere kennt vielleicht die manuelle Lymphdrainage.

Diese wird zumeist bei bewegungseinschränkenden oder -verhindernden Verletzungen oder ähnlichen Gesundheitszuständen verschrieben.

Hierbei handelt es sich um eine gezielte Massage des Bindegewebes in bestimmte Richtungen.

Dies führt zu einem Transport der Abfallstoffe aus dem Bindegewebe zu den Lymphknoten (und den Kapillaren) und weiter durch die Lymphe zu den Ausscheidungsorganen. Diese manuelle Maßnahme ist hier jedoch nur eine Notmaßnahme.

 

Das tägliche (möglichst hohe) Maß an Bewegung kann auf längere Zeit durch nichts ersetzt werden!

 

Zusätzlich zur ständigen Bewegung trägt der Hydrierungs-Grad des Menschen (genug getrunken?) maßgeblich zum Fließzustand der Transportsysteme Bindegewebsflüssigkeit und Lymphflüssigkeit bei.

Wer ständig zu wenig trinkt (oder das Falsche), kann den angemessenen FließZustand dieser daher nur schwer bzw. eventuell gar nicht mehr aufrecht erhalten.

Bewegt man sich nun zusätzlich nicht angemessen, wirken bereits zwei negative Aspekte, die unseren Stoffwechsel behindern, zusammen.

Der nächste und wichtigste Punkt, der die Funktionalität unserer Grundregulation betrifft, kommt aber jetzt:

 

Es ist mal wieder…die richtige Ernährung!

 

Jedes von uns aufgenommene Nahrungsmittel bringt, wie bereits anfangs erwähnt, eine gewisse Säure- oder Basen-Last in unseren Körper (bzw. entfaltet sie dort durch gewisse Stoffwechselvorgänge).

 

Ein kurzer Exkurs in die Chemie:

Säure- und Basen-Werte werden mit dem sogenannten ph-Wert (potentia hydrogenii) bewertet. Diesen findet man auf einer Skala von ph 1 bis ph 14.

Säuren sind chemische Verbindungen, bei denen positiv geladene Wasserstoff-Ionen vorliegen (H+).

Basen (auch als Laugen bezeichnet) sind ebenfalls chemische Verbindungen.
Bei ihnen treten Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H) als negativ geladene Bindung (=Hydroxylgruppe) auf (OH-).

In den Basen kommen in den meisten Fällen zusätzlich bestimmte Mineralien vor. Dies könnte beispielsweise Natron sein (Na).
Natronlauge wird deshalb chemisch als NaOH bezeichnet.

 

Der ph-Wert gibt nun also Auskunft über das Verhältnis einer gewissen Substanz (z.B. eines Nahrungsmittels) zwischen sauren positiv geladenen Wasserstoffionen (H+) auf der einen Seite – und basischen negativ geladenen, meist mineralangereicherten Hydroxylgruppen (OH-) auf der anderen.

 

Bei einem ph-Wert von ph 1 kommen die meisten H+ Ionen und die wenigsten OH- Verbindungen vor (die Substanz ist stark sauer).

Bei einem ph-Wert von ph 14 gibt es die meisten OH- Ionen und die wenigsten H+ Ionen – diese Substanz wäre stark basisch (alkalisch).

 

Diese jeweiligen Verhältnisse werden nun auf der gesamten Breite der Skala (ph 1 – ph 14), entsprechend der Messungen, dargestellt.
Ein ph-Wert von exakt ph 7 gibt das ausgewogene Verhältnis zwischen Säuren und Basen an und gilt als neutral.

Der ph-Wert bestimmt jedoch nicht nur die Eigenschaften von Nahrungsmitteln.

 

Die ph-Werte in unserem Körper:

In den unterschiedlichen Bereichen (und Substanzen) unseres Körpers liegen zum Teil vollkommen verschiedene ph-Bereiche vor.

Ein Urin-ph von ph 7 ist beispielsweise neutral – alles darunter sauer (und nicht dauerhaft anzustreben). Alles darüber ist basisch.

Je nach Ernährungseigenschaften und Gesundheitszustand schwankt dieser Urin-ph stark und kann daher relativ gute Aussagen über unseren Lebensstil und unser Körperklima ermöglichen.

Der Urin-ph sollte möglichst in der Mehrzahl der Messungen (mindestens eine Woche lang JEDEN Urin messen – mit ph-Wert Indikatorpapierstreifen aus der Apotheke), zumindest aber regelmäßig pro Tag, basisch sein (man spricht dann von der so genannten Basenflut“).

Diese Basenflut zeigt uns eine angemessene Funktionalität (und Reinheit) des Bindegewebes und das Vorhandensein ausreichender Basen-Stoffe an.
Zwischendurch lässt sich ein saurer Urin nicht gänzlich vermeiden (hier werden schließlich Gift- und Abfallstoffe entsorgt) und die sauren Messungen sind daher ganz natürlich.
Ist der Urin allerdings dauerhaft sauer, so befindet man sich gesundheitlich auf dem falschen Weg!

Beim Stuhl-ph ist es nun genau anders herum (genauso messbar…).

Dieser sollte immer sauer sein.

In einem eventuell basischen Milieu (des Dickdarmes) könnten sich ansonsten pathogene Bakterien (Bakterienfehlbesiedlung des Darmes), Darmpilze (Candida und co.) oder etwaige Parasiten ansiedeln.

Im Dünndarm hingegen muss ein basisches Klima herrschen, damit die Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse aktiviert werden können.

Unsere Magensäure wiederum weist einen sehr starken Säurewert auf, den sie auch haben muss, um die Nahrungsproteine aufzuspalten. Dieser Wert liegt in etwa bei ph 1 ph 1,5 bei leerem Magen. Ist der Magen nach dem Essen gefüllt, verändert sich der Wert auf ca. ph 2 ph 4.

Im Blut ist es nun noch einmal anders.

Hier herrscht dauerhaft ein ph- Wert zwischen ph 7,35 und ph 7,45.

Alles unter ph 7,35 wird als Azidose (Blutübersäuerung) und alles über 7,45 als Alkalose (Basen-Überschuss im Blut) bezeichnet.
Beide Zustände sind lebensbedrohlich, letzterer aber auch durch Fehlernährung nur schwer erreichbar. Hier liegen dann meist entsprechende organische Ursachen vor.

Im Gegensatz zum Urin-ph-Wert (hier können die privaten Messungen zuhause durchgeführt werden), der stark schwanken kann, regelt das Blut die ständige Einhaltung des ph-Wertes zwischen ph 7,35 und ph 7,45 automatisch (zumindest vorerst).

 

Die Ernährung und das Bindegewebe:

Mit jedem Nahrungsmittel landen also über die verschiedenen Verarbeitungsschritte unterschiedliche Mengen an Säuren und Basen in unserem Blut.

Ist dieses Verhältnis ausgeglichen (bzw. besser Basen-überschüssig), so ist alles in Ordnung.

Besteht nun aber ein deutlicher (und unangemessener oder ständiger) Säure-Überschuss in der Ernährung, so landen auch ungünstig viele Säuren im Blut.
Zusätzlich zu den lebensnotwendigen Basen-Stoffen benötigt unser Körper ebenfalls Säuren – nur eben in deutlich geringerer Menge als die Basen.

Die höchste Priorität des Blutes ist die Aufrechterhaltung der ph-Spanne zwischen ph 7,35 und ph 7,45.

Auftretende überschüssigen Säuren müssen nun also schnellstens irgendwo zwischen- bzw. abgelagert werden, um die Funktionalität des Blutes als Fördermedium zu gewährleisten.

Der naheliegendste Ort, der nun für diese Zwischenlagerung zur Verfügung steht, ist das Bindegewebe !

Vom Körper ist diese Zwischenlagerung eigentlich nur für kurze Zeit vorgesehen – denn das Bindegewebe muss ja dauerhaft sauber sein und sich für den Nährstoff-Transit im Fließ-Gleichgewicht befinden.

Lässt ein entsprechender Blut-ph-Wert (mit den entsprechenden Mineralien aus der Nahrung) es später zu, dann werden diese Säuren zu einem anderen Zeitpunkt einfach wieder neutralisiert und aus dem Bindegewebe befördert, um den Körper zu verlassen.

 

Hier ist nun aber der große Haken an der Sache!

 

Heutzutage nehmen nämlich die meisten Menschen mit der Nahrung deutlich mehr Säuren (und zusätzlich dazu auch noch zu wenig gute Mineralien, Vitamine, zu wenig Flüssigkeit, etc.) zu sich, als es für den Körper gesund und notwendig ist.

 

Folglich müssen Tag für Tag mehr und mehr Säuren im Bindegewebe zwischengelagert werden…

 

Zu einer späteren Abholung dieser störenden Substanzen wird es nun jedoch in den meisten Fällen nie kommen, da oftmals die falsche (Mangel-) Ernährung den hierfür notwendigen Blut-ph-Wert verhindert.

Das Bindegewebe wird nun also nach und nach (über Wochen, Monate, Jahre und Jahrzehnte) mit Säuren überflutet die dort nicht nur zwischengelagert, sonder dauerhaft deponiert werden.

Bildlich gesprochen führen diese sich anhäufenden Stoffe nun dazu, dass die Bindegewebsflüssigeit in gewissem Maße eindickt und die Versorgung sowie die Entsorgung der Zellen ins Stocken gerät.

Zusätzlich zum Bindegewebe kann unser Körper aber auch noch einige andere Bereiche nutzen, um diese überflüssigen und störenden Substanzen einzulagern.

 

Das körperliche Notprogramm:

Unser Körper ist, wie bereits erwähnt, in der Lage, gewisse Gift- und Abfallstoffe aus dem Bindegewebe durch die Nutzung entsprechender (möglichst ausreichend durch die Nahrung aufgenommener) Mineralien zu neutralisieren (zu puffern) und abzutransportieren.

Dazu muss die Ernährung aber erst einmal so gesund gestaltet werden, dass ausreichend Vitamine und Mineralien den Weg in den Körper finden – und zwar so viele, dass diese nicht nur die Säuren neutralisieren, sondern auch noch eine angemessene  Menge für die Versorgung der Zellen übrig bleibt (denn dies ist ja der eigentliche Sinn der Ernährung).

Da alle körperlichen Vorgänge von Natur aus exzellent eingerichtet sind, versucht unser Körper, bei schlechter und mangelnder Ernährung, die nicht genug der lebensnotwendigen gesunden Stoffe liefert, aus den körpereigenen Mineraldepots Stoffe abzuziehen. Auf diese Weise ist es (für einige Zeit) möglich, die aktuellen Stoffwechselvorgänge zu sichern und so die Überlastung durch angesammelte Schlacken zu vermeiden.

Dies kann dann jedoch einen für die jeweilige Person recht ungünstigen Verlauf nehmen.

Die Mineraldepots unseres Körpers sind nämlich unsere Knochen, Nägel, Zähne, Haare, Gelenke, Sehnen und Knorpel.

Werden hier nun (eventuell über längere Dauer) die dringend anderweitig benötigten Mineralien abgezogen, so wird sich dieser Vorgang irgendwann unumgänglich gesundheitlich bemerkbar machen.

 

Die körperlichen Folgen:

Schulmedizinisch werden diese (oft umfangreichen und bei jedem anders auftretenden) Folgen eines entgleisten Säure-Basen-Haushaltes dann beispielsweise als Arthrose, Osteoporose, Gicht, Rheuma, Haarausfall (oder frühzeitiges Ergrauen), schlechte Zahngesundheit, verschlissene Gelenke und Knorpel (Bandscheiben-Probleme, man renkt sich schneller etwas aus und verdreht sich) bezeichnet.

Besonders in den Eliminations-Organen wie Leber, Nieren und Blase können sich die Unmengen der zu Salzen gepufferten Schlackenstoffe außerdem zu Kristallen verbinden, sich dort vermehrt ansammeln und dann für die weitbekannten Beschwerden wie Blasen-, Nieren- oder Lebersteine verantwortlich werden.

Ebenfalls wird die Übersäuerung des Bindegewebes oft optisch sichtbar.

Unreine Haut (außerhalb der Pubertäts-Phase) sowie die so gefürchtete Orangenhaut oder Zellulite sind deutliche Indikatoren, dass das (normalerweise saubere und straffe) Bindegewebe bereits an Funktionalität eingebüßt hat.

Ist ein Körper dagegen sauber, gut versorgt, gut geschmiert und geölt (im wahrsten Sinne des Wortes…), so sieht man dies einem Menschen auch schnell an.
Außerdem ist diese Person zumeist wesentlich belastbarer und energiegeladener als eine, bei der sich der Körper bereits aufgrund von Mangelernährung innerlich selbst verzehren muss.

Neben der Zellversorgung und -entsorgung leidet aber auch das Immunsystem unter den vermehrt eingelagerten Gift- und Abfallstoffen, welche dieses dann schließlich irgendwann dauerhaft beeinflussen und dessen Funktion dämpfen.

Wer daher ständig mit Erkältungen und sonstigen Zipperlein zu kämpfen hat, oder wer besonders lange benötigt, um sich von selbigen zu erholen, der/die hat meist bereits ein Übersäuerungsproblem (oftmals zusätzlich zu einem Übermaß an eingelagerten Umweltgiften).

Hält die unsachgemäße Lebensweise mit dem Zustand der Selbst-Verzehrung des Körpers (entsprechende, wie oben genannte Symptome liegen dann bereits vor) weiterhin an, so wird der Körper irgendwann einen Punkt erreichen, an dem er der falschen Lebens- und Ernährungsweise nichts mehr entgegenzusetzen hat.

Alle Mineralien und Vitamine können dem Körper und der Nahrung zum Säureausgleich schließlich nicht entzogen werden, da ja die Funktionalität der Organe und die wichtigsten lebenserhaltenden Stoffwechsel-Vorgänge auch noch gesichert sein müssen.

Bis es so weit ist, wird aber schon anhand unterschiedlicher Symptome zu bemerken sein, dass irgendetwas nicht stimmt.

Zudem kann das Bindegewebe (und alle weiteren Lagerstätten) irgendwann so mit Abfall- und Giftstoffen gesättigt sein, dass dieses als Speicherort nicht mehr genutzt werden kann.

Letztendlich kann es also aus der Not heraus zur Rückstauung der Säuren ins Blut kommen (wenn das Bindegewebe also gar keine oder nur noch zu wenig Säuren– und Giftstoffe aufnehmen kann).

Dieser Zustand ist dann bereits sehr ernst und muss dringend URSÄCHLICH behandelt werden!

Übersäuert das Blut schließlich, so wird davon ausgegangen, dass die Blutkörperchen beginnen zu verkleben und sich zu verklumpen.

Die Veränderung des Blut-ph-Wertes ist dabei nur minimal – dann jedoch bereits mit enormen Folgen für die Gesundheit.

Verändern sich die Fließeigenschaft und der ph-Wert des Blutes noch deutlicher, dann kann es irgendwann nicht mehr durch die feinen Blutgefäße fließen, durch die es aber hindurch muss, um jeden Teil des Körpers zu versorgen.

Feine Arterien und Adern verlieren durch den Mineralmangel ihre Elastizität, verstopfen letztendlich zusätzlich und die unweigerlichen Folgen können leichte oder mittlere Durchblutungs-Störungen (…in den besten Fällen) aber auch lebensgefährliche Thrombosen oder schließlich ein Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.

Die gesundheitliche Abwärts-Entwicklung bis zu diesem Punkt dauert natürlich eine gewisse Zeit, aber so, wie die Ernährung und das Bewegungsverhalten vieler Mitmenschen aussieht, ist es nur diese Frage der Zeit bis sie ihren Körper in die Knie gezwungen haben.

Die wenigsten negativen Auswirkungen einer ungesunden Lebensführung sind nämlich sofort bemerkbar.

 

Zivilisationskrankheiten und Symptomdoktorei:

Die uns bekannten Zivilisationskrankheiten treten daher auch selten (und nur in besonders schlimmen Fällen) bereits im Kinder- oder Jugendalter auf (aber auch das kommt leider schon vor…), sondern zumeist eher im letzten Drittel des Lebens.

Allzu leicht wird der mangelnde Gesundheitszustand dann fälschlicherweise auf das Alter geschoben.

Gerne wiederhole ich an dieser Stelle die Tatsache, dass es viele Naturvölker gibt, deren Gesundheit auch noch im hohen Alter (teilweise 100 Jahre und darüber hinausausgezeichnet ist…alleine am Alter kann die so oft umfassend mangelnde Gesundheit also nicht liegen

Dass der ganze Rattenschwanz an Symptomen, die bei vielen Zivilisationserkrankungen vorliegen, oft eine einzige Ursache hat, nämlich die sträfliche Fehlführung des Lebens (ohne oder mit zu wenig Bewegung und Sauerstoff, mit falschen Lebensmitteln, zu vielen Suchtmitteln, zu wenig Naturbezug, zu wenig Sonne, Fröhlichkeit, Entspannung, zu vielen neuartigen und/oder körperinkompatiblen Toxinen aus der Umwelt, etc.), werden nur die wenigsten Menschen wirklich FÜR SICH begreifen.

Die langjährige Übersäuerung des Organismus‘ und die ständige Kontamination mit und Einlagerung von Umweltgiften, welche letzten Endes in vielen Fällen zu gesundheitlichen Einbußen (verschiedenster Ausprägungen und Arten) führen werden – und das Ganze in Kombination mit sämtlichen anderen Negativaspekten unserer modernen Zivilisation – entwickeln sich dann in vielen Fällen zu einem dauerhaften Schwelbrand im Keller des eigenen Bauwerkes – unseres Körpers.

Folgt man nun (den meisten) schulmedizinischen Symptomdoktoreien (die an der Ursache der Lebens-Fehlführung allerdings nichts ändern), so gleicht dies lediglich einem Ausschalten (oder Leiserstellen) des Feueralarmes im eigenen Haus, um sich im Sessel wieder entspannt zurücklehnen zu können.

Wer dann das Pech hat, dass ihm die Bude unterm Hintern abfackelt, ist natürlich zu bemitleiden – leider ist dies aber die einzige logische Konsequenz auf dieses leider unsachgemäße Vorgehen.

 

Das Problem der Ursachenerkennung:

Das große Problem einer Übersäuerung ist nun leider zumeist, dass die Schulmedizin diese Theorie, ebenfalls wie viele andere medizinische Ver- und Entgiftungstherapien unseres Körpers, zumeist in den Bereich der alternativen Medizin verbannt hat.

In der Notfallmedizin sind jedoch Maßnahmen zur akuten Übersäuerungslage des Organismus (die ja IMMER eine langjährige Vorgeschichte hat…) bekannt – und sie werden auch eingesetzt.

Ich kann nur mutmaßen – und diese Mutmaßung ist eine mehr als traurige – warum dies so Fakt ist:

 

Offensichtlich bieten tausende zivilisationskrankheitsgeplagte Patienten eine recht annehmbare und verlässliche Einnahmequelle für Ärzte und Pharmakonzerne.

 

Und es ist ja durchaus so:

Begegnet man dem großen Teil der Symptome nicht mit einer auf die Ursache abzielenden Therapie, dann bleibt man wohl den Rest des Lebens wirklich abhängig vom Arzt und muss sich dort regelmäßig neue Medikationen angedeihen lassen (denn der grundlegende Gesundheitszustand entwickelt sich ja zumeist weiter…in die falsche Richtung!).

Der rasante Absatz von Blutdrucktabletten, Blutverdünnern, Insulin, Protonenpumpen-Hemmern, Verdauungsenzymen, usw. sind JEDEN TAG für Gewinne in Millionenhöhe verantwortlich!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich bei dieser Problematik  nicht nur um mangelndes Wissen der Ärzteschaft handelt, was chronische Vergiftungen des Organismus mit Umweltgiften und Umstände wie die selbst angelebte Übersäuerung angeht (unwissende Menschen gibt es natürlich in jeder Branche…).

Auf genauere Nachfragen meinerseits und die Unterbreitung meiner Diagnose der Umweltvergiftung (und davon bildete Quecksilber den Großteil, siehe Meine Geschichte) wurde in den meisten Fällen mit beachtlich ignoranter, diesen Therapieansatz zum Teil niedermachender und sehr intoleranter Haltung reagiert.

Man muss also oft ein beträchtliches Maß an Eigeninitiative an den Tag legen, um sich VERNÜNFTIG (und möglichst unvoreingenommen) zu informieren, bis man schließlich wirklich davon überzeugt ist, auf dem richtigen Heilungsweg zu sein.

Außerdem muss man sich gegebenenfalls gegen behandelnde Spezialisten behaupten und spätestens das ist ein nahezu unmöglicher, alles andere als gerne gesehener Schritt auf dem Weg zur EIGENEN GESUNDHEIT.

Von der Haltung, die die Krankenkassen letztendlich vertreten – und damit verbunden ist dann unglücklicherweise die Kostenübernahme vieler Heilmethoden – mal ganz zu schweigen. Auch hier richtet man sich in den meisten Fällen nur nach der (zum Teil wenig Sinn machenden) geltenden schulmedizinischen Meinung.

 

Die körperliche Grundregulation:

Zu allem Überfluss werden also nicht nur die Säuren aus der Ernährung und die Stoffwechselschlacken, sondern eben auch unterschiedliche andere Giftstoffe aus unserem Leben ins Bindegewebe (und auch andere Körperbereiche) abgesondert.

Zusätzlich dazu gelangen viele dieser Umweltgifte (aufgrund biochemischer Eigenschaften) aus dem Bindegewebe sogar noch weiter bis IN die Zellen. Und dort bleiben sie dann oftmals – eventuell so lange, bis sich das Leben aus unserem Körper verabschiedet…

Der gesamte Vorgang des Körpers, die Systeme Lymphe und Bindegewebe sauber und uns gesund zu halten, wird als System der (körpereigenen) Grundregulation“ bezeichnet.

Der Begriff Grund“ macht hierbei zweifelsohne deutlich, dass dieses System der Gesamtgesundheit zuGRUNDe liegt.

Passieren hier GRUNDlegende Fehler, kann man nicht erwarten, dass man gesundheitlich aufblüht.

Das Geheimnis für die Rein- und Gesunderhaltung ist somit eigentlich gar keins mehr.

Vielmehr ist es eigentlich relativ einfach:

 

Gesunderhaltende Stoffe müssen in den Körper eingebracht – und ins Bindegewebe und zu den Zellen hin transportiert werden.

Abfall- und Giftstoffe müssen aus dem Bindegewebe und aus den Zellendurch unseren Körper hindurch – herausgebracht werden.

Zusätzlich dazu müssen die An- und Ab-Transportwege (Blut, Bindegewebsflüssigkeit und Lymphe) unbedingt sauber und frei gehalten werden.

Außerdem müssen die Entsorgungsorgane (Leber, Darm, Lymphsystem, Nieren, Haut, etc.) gegebenenfalls unterstützt, vor allem aber gut behandelt werden.


Ist dieser grundlegende Kreislauf nun intakt und funktioniert er einwandfrei, so ist die KÖRPEREIGENE GRUNDREGULATION gesichert und es ist unmöglich, krank zu werden – und das ganz ohne chemische Pillen, Salben und Spritzen!

Auch hier muss ich erneut anbringen, dass das Heilbestreben und die Heilungsfähigkeit unseres Organismus‘ beachtlich sind.

Gibt man ihm die Chance dazu und eliminiert man die unumgänglich krankmachenden Aspekte aus seinem Leben, dann wird die Konsequenz auch sein, dass man GESUND wird.

Dies kann natürlich eine gewisse Zeit dauern. Man beachte fairerweise, wie lange man sich vor dem „Großreinemachen“ in seiner Festung um nichts gekümmert hat.

Man kann also im Prinzip davon ausgehen, dass viele der im Laufe des Lebens entwickelten und dann oft und lange bestehen bleibenden (Zivilisations-) Krankheiten (Verletzungen, Unfälle, Gendefekte, etc. natürlich ausgenommen) ein und dieselbe Ursache haben:

 

Das vorherige Vermüllen, Verschlacken und/oder Vergiften unseres Körpers.

 

Letztendlich führt diese Beeinträchtigung der so empfindlichen Stoffwechselmechanismen nicht selten zu gewissen Funktionsstörungen und zahlreichen Folge-Krankheiten.

Wie kann man diesem Szenario (das den Großteil unserer Mitmenschen ereilt – weshalb ja auch die Zahl der Zivilisationserkrankungen und diesbezügliche Todesarten weiter und weiter ansteigen) nun also entgegenwirken?

 

Ein möglicher Ausweg:

Zuerst einmal sollte sich JEDER, der sich durchschnittlich (ungesund) ernährt – mit vielen tierischen Produkten, viel Getreide, Alkohol, chemischen Medikamenten sowie anderer Suchtmittel, eventueller Drogen und regelmäßigem Verzehr von Fertigprodukten oder Fastfood – innerlicher Reinigungsmethoden widmen.

Zusätzlich sollte, je nach Umweltgiftstoffbelastung, eine entsprechende Entgiftungstherapie begonnen werden.
Viele Menschen mögen jetzt sagen Ich brauche das nicht – ich habe ja noch gar nichts...” – und damit sind sie leider (meist) komplett auf dem Holzweg!

Der Körper ist ein Meister in seinen Bestrebungen, Giftstoffe und störende Substanzen dort einzulagern, wo sie am wenigsten stören.

Logischerweise werden wir diese daher eine bestimmte Zeit lang gerade nicht bemerken.

Im Laufe der Zeit und wenn eine gewisse Toleranzschwelle für die Abfall- und Giftstoffbelastungen überschritten ist, werden sich jedoch relativ schnell gesamtkörperliche Symptome zu erkennen geben.

Diese sind dann nie nur lokal zu behandeln, sondern unbedingt im großen gesamtkörperlichen Zusammenhang zu sehen!

Die körpereigene Toleranzschwelle ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Das ist auch der Grund, warum die Umweltvergiftungen und Übersäuerungszustände so wenig vergleichbar sind und stets individuell vorgegangen werden muss. Höchstwahrscheinlich ist dies auch ein Aspekt, der die Schulmedizin dazu führte, diesen Bereich so zu vernachlässigen.

In der reinen Schulmedizin finden bekannterweise die wenigsten Therapieansätze wirklich individuell angepasst und von Patient zu Patient unterschiedlich statt.

Man sollte sein persönliches Gift-Fass unbedingt leeren (und das am besten immer mal wieder), bevor es platzt“ (dieses metaphorische Geschehen trifft es nämlich deutlich besser als ein lediglich „überlaufendes Fass“, bei dem ja der Großteil der Flüssigkeit ohne Schaden anzurichten im Fass verbleibt…).

Hat man seine Toleranzgrenze für Giftstoffe jeglicher Art nämlich erst einmal überschritten, dann wird man ganz neue Dimensionen von Krankheit und körperlichem Elend erfahren.

Bei mir gab es Zeiten, in denen ich mir sicher war, dass sich ein Mensch nicht elendiger und schlechter fühlen kann – und es kam mehrmals (noch deutlich) schlimmer

Hat man den Körper wieder auf ein verträgliches Maß gereinigt, entgiftet und entsäuert (ganz wird man gewisse Belastungen in unserer Welt wohl leider nicht vermeiden können…) so sollte man sich für den Rest des Lebens das Ziel setzen, den Körper so sauber und rein zu halten wie irgend möglich.

Einem erneuten gesundheitlichen Verfall kann wunderbar mit einem angemessenen Lebensstil und vor allem mit dem richtigen Maß an Bewegung und der richtigen Ernährung, vorgebeugt werden.

Neben dieser körperlichen Präventionsschiene gibt es natürlich ebenfalls noch das Seelenwohl auf das geachtet werden sollte.

Hat man also einen Beruf, den man gerne ausübt, umgibt man sich mit Menschen, die einen erfüllen und erlebt und unternimmt man Dinge, die einem Spaß und Freude machen, so ist man bald rundherum gut versorgt und einer umfassenden Gesundheit steht nicht mehr viel im Wege.

Viele Heilansätze befassen sich auch mit seelischen Konflikten, die der erhofften Funktionalität des Körpers im Wege stehen.

Auch ungesunde Gedanken, Wut (man sagt nicht umsonst “man ist sauer”) und emotionale Bürden können sich ebenfalls übersäuernd in unserem Organismus deutlich machen.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich ebenfalls in diese Richtung zu informieren.

Energetische Heilansätze (Einbezug der Chakras, der Quantenmedizin, etc.) vernachlässige ich hier bewusst, da dies sonst bei angemessener Auseinandersetzung den Rahmen vollends sprengen würde. Sehr empfehlenswert sind aber auch diese Themenbereiche…

Ein gewisses Maß an Erholung und ausgleichender Energiearbeit (evtl. Meditation, regelmäßige Entspannungsübungen, o. Ä.) trägt mit Sicherheit nicht unwesentlich zu einer Gesamtgesundheit bei.

Das Thema „ganzheitliche Gesundheit“ ist, wie man sieht, ein mehr als umfassender Bereich

 

Vorbeugende Heimarbeit:

Der Bereich, mit dem sich  ein jeder schon einmal gut für sich selbst beschäftigen kann, ist die täglich mehrfach stattfindende Ernährung (neben der Bewegung).

Wie sieht eine solche gesunde Ernährung, die einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt gewährleistet, nun also aus?

 

Hier meine Antwort:

Sie ist…

– frei von jeglicher Chemie und fragwürdigen Zusatzstoffen (Aromen/ Konservierungsstoffen/ Farbstoffen/ Geschmacksverstärkern, etc.)

– täglich basenüberschüssig

– natürlich und schonend frisch zubereitet

– artgerecht und angemessen ausgewählt.

 

Dazu jetzt im Einzelnen:

– Es ist zu mutmaßen, dass der Großteil der heutigen Zusatzstoffe wahrscheinlich ebenfalls im Bindegewebe sowie in anderen Bereichen unseres Körpers landet und dort ebenfalls die sensible Funktionsweise unseres Regulationssystems blockiert. Viele dieser Stoffe müssen dann durch einen hohen Aufwand von Mineralien und Vitaminen unschädlich gemacht (gepuffert) werden.

Offiziell wird diese Annahme zwar vehement abgestritten, ich vertraue jedoch lieber meiner Intuition, meinem gesunden Menschenverstand, schaue mich in der Bevölkerung um und orientiere mich an meinen eigenen körperlichen Erfahrungen

– Eine weitere Ablagerung von unerwünschten Substanzen passiert, wie bereits erläutert, bei zu säurelastiger Ernährung. Als Richtverhältnis sollte man täglich etwa 80% basenhaltige (oder -bildende) und nur etwa 20% säurehaltige (oder -bildende) Lebensmittel zu sich nehmen.

 

In den meisten Fällen ist das Verhältnis allerdings genau andersherum…

 

Zur Grund-Reinigung sollte man jedoch einige Zeit komplett auf neue Säurezufuhr verzichten. Eine sogenannte Basenfasten-Kur“ wird einen dann merklich verlässlich von einem großen Teil der abgelagerten Säuren befreien. Zur Beschleunigung dieses Entschlackungsvorganges können auch verschiedene mineralische Basen-Mischungen eingenommen werden.

Die gut kombiniert und abwechslungsreich zusammengestellten (nur) basischen Nahrungsmittel in einer solchen Kur-Anwendung (vornehmlich dann Obst und Gemüse in allen Varianten) bringen sehr viele Stoffe in den Körper, die lebensnotwendig sind – und viele heraus, die sich dort ungewollt befinden.

Ausnahme hierbei (eventuell): Schwermetalle und biochemisch speziell geartete Giftstoffe (verschiedene Neurotoxine z.B.). Diese sollte man – um auf Nummer Sicher zu gehen – mit den entsprechenden „Gegenmitteln“ entgiften (mehr unter Körperliche Entgiftung).

Diese Basenkur-Ernährung würde dann eine vorerst vegane Lebensweise (am besten mit möglichst hohem Rohkostanteil) bedeuten.
Mehr dazu unter dem Thema Rohkost.
Nicht umsonst hört man immer wieder von unglaublichen Genesungserfolgen bei der Durchführung einer Rohkosttherapie.

Ganz so weit muss man aber evtl. gar nicht gehen – dies sei jedoch natürlich jedem selbst überlassen.

Allerdings sollten sich die therapeutischen (oder privaten) Interaktionen immer an dem aktuellen Gesundheitszustand orientieren.

Ist der Organismus bereits „randvoll“ belastet, so müssen auch die Reinigungsbemühungen dementsprechend umfangreich ausfallen (mit etwas mehr Gemüse und Obst pro Tag wird man dann nicht mehr viel erreichen, bzw. zum Positiven wenden können…).

Eine präventive Beachtung des Säure-Basen-Grundsatzes sollte daher stets Priorität haben.

Die körperliche Reinigung, die nach vielen Jahren oder Jahrzehnten vonnöten wäre, ist nämlich vergleichsweise unangenehm und auch deutlich aufwendiger

 

Die entsprechenden Nahrungsmitteln und deren Zubereitungsweise:

Grundsätzlich kann man sagen, dass so gut wie alle Obst- und Gemüsesorten basisch oder basenüberschüssig sind (es gibt einige Ausnahmen, wie z.B. – angeblich – Knoblauch, spät geernteter Spinat und Spargel, etc.).

Alle Nüsse (Ausnahme: Mandeln sind neutral), alle Hülsenfrüchte, jegliches Getreide (einzige Ausnahme: Hirse ist neutral) und alle Tierprodukte sind mehr oder weniger stark sauer (angeblich sollen rohe Milch, Butter und Sahne basisch sein – was aber meines Erachtens noch lange keinen Grund für deren Verzehr bieten sollte…).

Gewürze sind entweder neutral oder aber basisch. Das bezieht sich selbstredend immer auf die natürlichen, zumeist pflanzlichen Ausführungen dieser Nahrungsmittel.

Natürliche Süßmittel (wie Honig, Agavensaft, Stevia und VOLL-Rohrzucker, etc.) sind ebenfalls basisch oder neutral, sollten aber auch noch nähere Betrachtung finden und nur hin und wieder, sowie maßvoll verwendet werden.

Raffinierter Haushaltszucker ist stark sauer. Absteigend stark sauer sind die nächsten Raffinade-Stufen Rohrzucker und Roh-Rohrzucker! Alle diese Zuckerarten sollte man am besten komplett meiden. Alle prozessierten Nahrungsmittel, die Zucker enthalten natürlich ebenfalls…

Je länger ein Nahrungsmittel nun gebacken, gebraten, gekocht oder auf irgendeine Art und Weise gegart wird, desto mehr Mineralien, Vitamine, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe, etc. gehen dabei teilweise kaputt oder ganz verloren.

Es wird davon ausgegangen, dass bei der Erhitzung über 42 Grad Celsius ca. 50% der Proteine zerstört werden, ungefähr 70% der Vitamine und über 90% der sekundären Pflanzenstoffe. Die wertvollen Mineralsalze werden durch den Hitzeeinfluss ebenfalls verändert. Wie und zu welchem Maß dies bei Letztgenannten genau stattfindet, steht derzeit jedoch noch in der Diskussion.

Diese Denaturierung führt dann nicht selten zu einer ungünstigen Verschiebung der Säuren- und Basenstoffe (Laugen) – das Nahrungsmittel laugt im wahrsten Sinne des Wortes aus und wird zunehmend saurer. Daher sollte immer, wenn denn überhaupt, so schonend und so kurz wie möglich gegart werden.

Am besten bedient man sich dabei dem Garen im Wok oder im Wasserdampf.

Bei Erstem wird anstelle von Öl (so vermeidet man zusätzlich Transfette) etwas Wasser (ca. 2-5 TL) benutzt. Ist dies stark erhitzt, wird das geschnittene Gemüse in den Wok gegeben und bei starker Hitze ca. 3-5 Minuten STÄNDIG gerührt. So bewahrt man sich die Knackigkeit des Gemüses und (relativ) viele Nährstoffe. Besser ist es natürlich, das Gemüse komplett roh zu verzehren.

Alles was eine Schale besitzt, sollte diese auch im Gar-Vorgang behalten.
Backkartoffeln (mit Schale) und Pellkartoffeln bleiben beispielsweise basisch, während Bratkartoffeln sowie deren Vorgänger, die zumeist geschälten und später (aus)gekochten Kartoffeln zumeist sauer werden.

Jegliche Getränke, die Kohlensäure enthalten, bringen diese Säure auch in unseren Körper. Daher sollten sie auch alle gemieden werden.

Alternativ kann man sehr gut gefiltertes, möglichst basisches Wasser trinken, das z.B. mit Zitrone oder anderen frisch gepressten Säften angereichert wurde. Ebenfalls schmecken durchdacht gesüßte Kräutertees im warmen oder kalten Zustand gut – und sie löschen vorzüglich den Durst.

Leitungswasser, wie auch die meisten der stillen Wasser aus dem Supermarkt sind sauer oder (mit Glück) neutral.

Um dem Konsum dieser vorzubeugen, kann man sich preisgünstige Tischwasserfilter zulegen – oder die exklusivere Variante wählen und sich einen solchen in die Wasserleitung einbauen lassen. Viele dieser Filter energetisieren das Wasser zusätzlich zu seiner Basizität und Filterung von Fremdstoffen (Schwermetalle, Medikamentenrückstände, etc.).

 

Persönliche Vorgehensweise:

Wer bereits meine Ansichten zu einer natürlichen, gesunden und artgerechten Ernährungsweise gelesen hat (mehr unter Artgerechte Ernährung), der wird merken, dass diese auch ein perfektes basenüberschüssiges Verhältnis mit sich bringt.

Eine wirklich gesunde Ernährung sollte sich nämlich zusammensetzen aus:

– Viel (uneingeschränktem) Obstverzehr,
– viel (uneingeschränktem) Gemüseverzehr,
– viel gefiltertem (basischem, evtl. energetisiertem) Wasser,
– nach Bedarf gelegentlich Fisch, etwas Fleisch und hin und wieder ein paar Eier,
– überschaubare Mengen an Nüssen und Samenkernen,
– kein Getreide (wenn, dann nur hin und wieder glutenfreie Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth und Buchweizen),
– keine Hülsenfrüchte,
– keine Milchprodute,
– keinerlei Fertigprodukt

Auf diese Weise nehme ich täglich mindestens 3 KG basenreiche Nahrungsmittel zu mir, die voll mit jeglichen Stoffen sind, die ein gesunder Körper benötigt. Zudem bereite ich mir jeden Abend ein großes Glas (mindestens 0,5 l) mit leckerem frisch gepressten Obst- und Gemüsesaft zu.

Dazu gibt es vergleichsweise kleine Portionen an säurereichen Nahrungsmitteln wie den (durchdacht gewählten) tierischen Produkten oder Nüssen, Samenkernen und co.

Hinzu kommen täglich mindestens 3 Liter basisches, gefiltertes und remineralisiertes Wasser (meistens aber mehr).

Mein Säure-Basen-Verhältnis bewegt sich dadurch zum Teil in Bereichen von ca. 1:15 bis 1:40!

Meine Ernährung ist dabei sehr natürlich (von dem einen oder anderen trotzdem möglichst gesunden Kompromiss abgesehen), individuell auf mich angepasst, sehr energetisierend und für mich gut verträglich.

Dieses Verhältnis kommt einer Basen-Fasten-Kur bereits sehr nahe und führt auch definitiv zu vergleichbaren körperlichen Resultaten. Mit dieser Art der Ernährung fühle ich mich rundum gut versorgt.

Ausreichend ist angeblich ein Säure-Basen-Verhältnis von 1:4 (wie weiter oben beschrieben ca. 20% Säuren und ca. 80% Basenstoffe).

In welchem Maß man diese Fakten nun in der eigenen Ernährung umsetzt, sei natürlich  jedem selbst überlassen.

Seit ich mich auf diese (mehr als leckere – und natürliche) Art und Weise ernähre, hatte ich keine einzige Erkältung oder sonstige Erkrankung mehr.

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich unbegründet auf Nahrungsmittel verzichten MUSS.

Viele der alten Ernährungsgewohnheiten waren lediglich Routine-Handlungen, die biologisch keinerlei Begründung oder Bedarf finden.

 

Meinen natürlichen artgerechten Ernährungsstil sehe ich vielmehr als eine deutliche Bereicherung meines Lebens an!

 

Mehr dazu findest du unter:

 

Artgerecht! – Die Natürlichkeit auf dem Teller

 

 

Oder in meinem noch ausführlicheren anleitenden Stoffwechsel-Optimierungs-Programm:

 

 

Coach4life – Das Programm in Eigenregie

 

 

 

Für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung!

 

 

Viel Spaß weiterhin!

 

Arne